Stoffspielerei Mai - Furoshiki

Das Maithema Japan ist vielfältig und verführerisch.Ursprünglich dachte ich an meinem Sashikoteil zu arbieten, dass ich im vorigen Jahr auf der Textil-Art erworben hatte. Aber die vielen Ereignisse im Mai ließen dafür keine Zeit.
Vor Jahren hörte ich von einer Kulturbotschafterin aus Japan einen Vortarg, in dem auch kurz Furoshiki erwähnt wurde. Überhaupt gibt es viele Techniken in Japan, die sehr nachaltig sind, obwohl der moderne Alltag der Großstädte wohl nicht ganz so aussieht und man auch dort daran arbeitet Traditionelles zu bewahren. An Kumihimo habe ich mich mit Schülern vor langer Zeit versucht. Bänder mit interessanten Mustern kann man damit auf meditative Art weben. Ursprünglich aus Seide auf einer Art Holzhocker mit Loch.
Faszinierend finde ich die Kultur des Verpackens , nicht nur mit Papier, sondern auch mit Stoff.

                                                            Furoshiki  

Wie oft hat man als Näherin ein Stück Stoff übrig, dass keinesfalls ein Minikleidungsstück ergibt, aber sich dann doch stapelt mit der Zeit. Aus BW und Seide kann man quadratische Tücher wunderbar für Transport und Geschenkverpackung nutzen, wirklich nachhaltig und für den Beschenkten eine doppelte Freude. Und erst echt, wenn man die Plastiktütenverbrauch reduzieren möchte.
Traditionell nutzt man 50, 80 und 120 cm im Quadrat. Über etsy gibt es solche Tücher und Taschen sogar als Angebot, was mich schon erstaunte.
Die Vielfalt der Möglichkeiten daraus Taschen und Verpackungen zu kreieren ist echt groß.
Phantasie ist gefragt und ermöglicht allerlei. Im Netz findet man unter diesem Begriff diverse Anregungen und Anleitungen. Beim Probieren kommt man aber auch schnell auf eigene Ideen.



Mit einem Gurtband und 4 Ringen hat man flott eine schicke Tasche. Die gute Zug- und Verstellmöglichkeit mit Ringen kenne ich noch von den Cordhosen meiner Kinder.

Gesäumt natürlich richtig  stabil, denn der sollte etwas aushalten. 



Links diagonal , wobei die anderen Zipfel einfach geknotet werden und dadurch den Taschenraum bilden. Rechts sind jeweils zwei Zipfel des gefalteten Quadrates in die Ringe gezogen. Das Bild darüber zeigt es.




Hier zwei Weinflaschen in einem BW-Tuch. Ein ziemlich locker gewebtes Tuch.



 Oder Tücher als Geschenkverpackung für Flaschen, beide Tücher sehr unterschiedlich groß.


Hier rüscht man mit Hilfe eines Gummis, der später entfernt wird oder bleibt , je nachdem wie die Möglichkeiten des Tuches sind.



Und hier noch eine Variante ohne Gurt. Alle vier Zipfel bekommen einen Knoten und deren Zipfel verknotet, bilden dann die Henkel. Tja, einfacher geht es nicht!


Und schwupps hat man zur Sommerhose die passende Tasche. Was ist universeller einsetzbar als ein quadratisches Stück Stoff ?

Es lassen sich für Furoshiki auch super ungeliebte und nicht mehr genutzte Tücher verwenden. Auch zusammengenäht, so dass man zwei Seiten hat - wunderber! X- mal besser, als wenn sie in Schubladen im ewigen Schlaf ruhen. Auf zum Verpacken und Taschen knoten!


Ein tolles Thema, mit Japan könnte man sich wahrscheinlich auch ein ganzes Jahr befassen.
Danke Gabi!

Heute sammelt  madewithBlümchen alle Beiträge

das nächste Thema:

24.6.2018: Rokoko (Nahtzugabe)

Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat sammeln wir die Links mit den neuen Werken – auch misslungene Versuche sind gern gesehen, zwecks Erfahrungsaustausch.


Kommentare:

galerie-der-handarbeiten hat gesagt…

Diese Tücher sind sehr praktisch und wenn sie zur Kleidung passen, um so besser. Danke für Deinen schönen Beitrag!
Liebe Grüße
Annelies

Siebensachen hat gesagt…

Der bunte Stoff kommt in deine "Verarbeitung" wunderbar zur Geltung. Die Flaschenverpackungen sind allerdings mein Favorit. Das muss ich mir unbedingt merken.
LG
Siebensachen

griselda hat gesagt…

Das ist eine prima Idee- gerade als Geschenkverpackung.
Wenn man da ein brauchbar großes Stück weitergibt kann das super als Tuch oder Decke weiterverwendet werden. Oder die Beschenkte knüpft selber das nächste Geschenk ein.

Im Alltag ist das mit den geknüpften Taschen sicher die Schau.
Aber ehrlich: Ich hab das mal ausprobiert und fand das nicht so richtig praktisch :)
Die obligatorische Suche nach dem Schlüssel wird so locker um die Variante: "Hoffentlich ist nix rausgefallen" ergänzt ......

Frau Nähkästchen hat gesagt…

Als Geschenkverpackung ist das doch eine hervorragende Idee. Ich habe eine ganze Schachtel schöner Tücher die einmal meiner Mutter gehörten. Ich kann sie nicht einfach wegwerfen aber tragen mag ich sie auch nicht. Damit könnte ich zukünftige Geschenke einpacken. Die eingepackten Weinflaschen sind überhaupt super!
Liebe Grüße
Teresa

ULKAU hat gesagt…

Als erstes bin ich dem Kumihimo-link gefolgt und staune über diese schönen Borten. Boah, welch vielseitige Musterungen... aber es sieht ganz schön kompliziert aus!
Superklasse die Seidentuch-Beuteltasche, auch die Form gefällt mir sehr gut... und Tücher habe ich massenhaft, muss ich doch auch mal versuchen, irgendwann.
Und so gelacht habe ich über den Weinbeutel, da kann man nicht heimlich Alk kaufen, wenn man nur solch einen verräterischen Tragebeutel besitzt!
Liebe Grüße Ulrike

EricaSta hat gesagt…

Kumihimo erinnert an Posamenten - interessant! Die Stoffbeutel sind Hingucker.
Ein herzlicher Sonnengruß... zum Sonntag von Heidrun

swig hat gesagt…

Einfach elegant! ich habe einen Stapel Stoffe und Tücher, in die an Weihnachten und Geburtstagen die Geschenke der Familie verpackt werden… das reduziert die Geschenkpapiermenge in der Papiertonne.
Liebe Grüße und eine schöne Woche!

frau nahtlust hat gesagt…

Na, aber bitte: einmal genial, würde ich sagen! Wie cool ist das denn, dass sich das alles mit Quadraten verpacken lässt und so hübsch als Begleitung anbietet! An eine Verpackung habe ich mich bislang nicht gewackt, aber wenn ich nun weiß, dass ich lediglich ein Quadrat benötige... Es sieht auf jeden Fall recht kompliziert aus. LG. Susanne

kaze hat gesagt…

@Frau nahtlust
Nein, gar nicht kompliziert, es geht wirklich sehr einfach mit dem Verpacken und wenn man einmal anfängt, fällt einem allerhand ein.

123-Nadelei hat gesagt…

Sehr schöne Bespiele für müllfreie Geschenkverpackungen zeigst Du. Nicht mal nähen braucht man wenn ein fertiges Tuch verwendet wird. Dieses Stichwort ist vielfältig und nachhaltig, letztens hat es mich da thematisch auch rein gezogen.
Großartig.
Lg Ute

ELFI hat gesagt…

die tücher für flaschen finde ich génial... lg

papiertänzerin hat gesagt…

Tolle Anregungen! Ich hab schon manches Mal ein verknotetes Kleidungsstück genutzt, wenn ich keine Einkaufstasche dabei hatte ;-)

Mond hat gesagt…

Zum Verpacken wunderbar und auch zum Tragen sehr chic! Wobei man die Schlüssel vermutlich wirklich besser in die Hosentasche packt. Ob solche Päckchen wohl den bedruckten Hippster-Jutebeutel ersetzen könnten?
Herzliche Grüße!

Schnitt für Schnitt hat gesagt…

Ich kannte bislang nur die einfachen Verpackungen für Flaschen und da finde ich es reizvoller, einen selbst gestalteten Karton zu nehmen. Aber die Idee mit den Gurtbändern, die ja schnell genäht sind, ist sehr reizvoll. Ruckzuck hat man eine Tasche, klasse! Liebe Grüße Christiane

mano hat gesagt…

ich glaube, damit muss ich mich nochmal näher beschäftigen! sieht jedenfalls genial aus, aber wie die erste tasche funktioniert hab ich noch nicht ganz verstanden. welche größe hatte dein qadrat dafür? hingegen die mit den knoten würde ich wohl auch hinbekommen ;)!
liebe grüße
mano

Ines hat gesagt…

Und ich habe ja auch noch Tücher, die ein Schubladendasein fristen - raus, waschen und nachknoten! Danke fürs zeigen Deiner vielfältigen Ideen.
Liebe Grüße
Ines

made with Blümchen hat gesagt…

Kann es sein, dass mein erster Kommentar verloren gegangen ist?? Naja, egal - suuuuper, was du hier zeigst. Wir sind seit zwei Jahren auch zu Weihnachten auf Geschenk-Stoff statt Geschenk-Papier umgestiegen. Der Stoff fühlt sich viel schöner an, man kann ihn unendlich lang wiederverwenden, und ihn sogar - zumindest wenn man etwas handwerklich begabt ist - zu anderen Dingen umgestalten. Jedenfalls toll, dass Du diese Möglichkeiten zeigst, ganz besonders genial finde ich die Idee mit den zwei Flaschen. lg, Gabi

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