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Bunter Freitag

Zack zack zack -ist die Woche vorbei , Ausstellungsabbau in Erfurt, viel Reiserei mit allerhand Gepäck.
Gewitter, Hagel, Sonnenschein, es wird alles gezeigt, was so möglich ist.

Bis auf die Kartäusernelken alles, was auch der Garten hat, aber dieser Strauß ist auf unserem Wochenmarkt erworben. Da bei uns nicht so üppig, lass ich es dort lieber stehen, auch für die Insekten.


Ich liebe Mohn, aber so richtig will er nicht bei uns. Schon verschiedene Sorten habe ich gesät und dieses Jahr sogar eine Pflanze geschenkt bekommen, die sich noch redlich müht. Die Erde scheint nicht zu passen.


                                 In einem Krug meiner Eltern, den ich dafür sehr passend finde.


Überraschungspost von hier. Aus Siebdruckstoffen von einem uralten Sommerprojekt der Müllerin an dem wir beide teilgenommen hatten, habe ich jetzt ein Nadelheft mit Fischen und Netz im Innern, total witzig!
 

 
Dankeschön! 
Aufgeweckte Erinnerungen !
 
Verlinkt bei Flowerfridy 

Mit Faden und Papier

kann man viel anstellen. Bei einer Adventspost der Müllerin und Tabea habe ich schon mal mit der nassen Fadentechnik gearbeitet. Ist schon eine Weile her, aber ab und zu nutze ich es für besondere Post.


So wie die Abklatschtechnik durch falten, wird hier ein getränkter Faden zwischen den Papierlagen gezogen und es entstehen herrliche symmetrische Gebilde, Figuren oder Tiere.



Man kann das Prozedere mehrfach wiederholen und durch Reinzeichnen Teile betonen.


 


Je nachdem, was man für einen Faden nimmt und wie intensiv man ihn tränkt, entstehen feine Texturen auf dem Papier. 

Kinder finden das ganz besonders faszinierend, man erzielt ein ziemlich rasches Erfolgserlebnis. 
Aber Vorsicht, das Ganze hat auch Suchtpotential!

Einladung Stoffspielerei

 Zur Stoffspielerei im April soll es hier im Blog zum Thema "Altes in Neuem" gehen. Das sehe ich ganz offen und es soll sowohl Material, als auch die Technik betreffen.

Hier ein paar Gedanken wohin es sich entwickeln könnte:

- die gesammelten Spitzenbänder von Oma verarbeiten
- die gestickte Tischdecke von Tante Mimi wird eine Bluse 
- alte Techniken wie z. B. Nadelbinden testen für heutige Verwendung
- Gardinenreste neuen Funktionen zuführen
- klassische Kreuzstichbordüre auf Jeans übertragen
- alte Stickmotive aufrastern für Patchwork

und und und.... 

Ich habe vor vielen Jahren für meine Frau Mama einen Hocker, sie liebte diese flachen Hocker, die man in englischen Wohnzeitschriften sah, bestickt nach einer uralten Vorlage : dem Musterband der Emma Werla von 1862 !!!

                         

Ein winziges Buch, in dem alle Muster dieses Bandes abgebildet sind.


 

Hier ein paar Ausschnitte dieser zauberhaften Arbeit, ganz unterschiedliche Sticktechnicken kamen zum Einsatz. Anregungen in Hülle und Fülle.


Entschieden hatte ich mich dann für dieses Muster. Hier sieht man das einige Farben schon ausgefallen sind, gerade Seide verträgt Licht über längere Zeit nicht gut.

 

Es hat natürlich viel länger gedauert, als ich dachte und war nicht pünktlich zum runden Geburtags fertig, aber es hat Spaß gemacht und ist ein schönes Teil geworden, über das sie sich damals sehr gefreut hat.


 

Vielleicht konnte ich zur Ideenfindung etwas beitragen, jeder denkt ja auch meist auf seiner eigenen Ebene und findet vielleicht eine andere Sichtweise überraschend spannend und inspirativ.

Stoffspielerei (85) - Licht & Dunkelheit

Das Thema zum heutigen Stoffspielerei-Sonntag hat sich Anne Sophie von Heyy Oskar ausgedacht, bei ihr könnt ihr heute die eingesammelten Beiträge einsehen.

Bei Licht und Dunkelheit habe ich natürlich sofort an schwarz/weiß gedacht, das starke grafische Duo, was mich in jedem Material begeistert. Vor mehr als 20 Jahren habe ich mal ein Fadengrafikbüchlein gemacht und diese Technik wollte ich zum Thema gern aufgreifen.

Zusätzlich sollten Durchsichten und Schattenmöglichkeiten entstehen, um Licht und Dunkelheit zu illustrieren.


 


 Auf weißem und schwarzem Karton sollten unterschiedlich große Durchsichten entstehen, die überlagert
verschiedene Sichten und Schatten ermöglichen.


So sah der weiße Karton fertig aus, ausschließlich auch mit weiß gearbeitet. 


                                             In schwarz wurde auch ein Kreis mit weiß gefüllt. 


In einem 3D -Rahmen gibt es nun unterschiedliche Einsichten ins Licht der Dunkelheit!

 


 Mit Drehung des Rahmens hat man auch noch andere Blickwinkel.

 
Das graue Regenwetter war heute nicht ideal zum Fotografieren, Sonne mit großer Schattenwirkung hätte ich mir gewünscht.
 

 

Lichtblicke finden sich in jeder Dunkelheit  -  das war das Wort zum Sonntag!

 STOFFSPIELEREI

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine aktuellen Ideen dazu.
Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach eine Mail oder einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein - ganz persönlich und individuell.

 

Stoffspielerei-Termine 2025:


22.02.26: „Licht & Dunkelheit“ bei HeyyOskar

29.03.16: „Taschen“ bei Petersilie und Co

26.04.26: „Altes in Neuem“ bei feuerwerk by KaZe

31.05.26: „English Paper Piecing“ bei 123-nadelei

28.06.26: „Tierisch“ bei zwisch-en-durch

Juli und August: Sommerpause

27.09.26: „Die Kunst des Weglassens“ bei Tyche's touch

25.10.26: „Schablonieren“ bei Siebensachen zum Selbermachen
 

29.11.26: „Teppiche“ bei made with Blümchen 


 

Stoffspielerei (82) - Nadelkissen

Heute geht es um das Thema Nadelkissen in der Aprilrunde der Stoffspielerei. Ich hoffe ihr habt Lust auf  Lesen und seid neugierig. 

Seitdem der Mensch Flächen aus Stoff zusammengenäht hat, Nadel und Faden nutzt, gibt es wohl auch schon so etwas wie Nadelkissen. Sie gehören dazu wie die Nadeln und das Garn. Deshalb hier nun ein kleiner historischer Rumdumschlag:
Es gibt ganz schlichte und welche aus edlen Materialien. Figürliche Nadelaufbewahrer aus Sterlingsilber waren in England beliebt, in der Oberschicht.Vorallem Tiere, die auf ihrem Rücken in einem offenen Stück die Nadeln trugen: Elefanten, Hunde, Katzen, Schildkröten, selbst Pferde, aber es gab auch Schuhe.


Auch die Kleidung selbst, speziell der Rock wurde für Nadelpuppen gern genutzt. Der Oberkörper aus Porzellan und der Rock diente als Kissen, manchmal schauten sogar noch Beine heraus. Verbreitet  eher im englischsprachigen Raum, aber die Porzellanteile stammten oft aus Deutschland mit seinen vielen kleinen Herstellern.

Immer jemand anzustechen ist aber auch irgendwie ein seltsames Gefühl, finde ich, auf der Insel liebt man Skurriles.

Als kitschiges Souvernir gab es oben beschriebene Varianten auch aus Keramik, vorrangig Schuhe und Tassen, die dann Motive der Gegend zeigten..

Die schlichteren Nadelkissen waren in Holz eingebettet und auch hier wurde der Phantasie freien Lauf gelassen. Meist sind sie in handwerklicher Heimarbeit und Eigenbau entstanden. Viele solcher Teile kennt ihr sicher aus dem eigenen Haushalt oder der Verwandtschaft.

Etwas Besonderes waren Nadelkissen als Nähklemme oder Tischklemme, die man im 18. und 19, Jh.im gehobeneren Haushalt benutzte. Aus dem Biedermeier kann man sie öfter mal im Museum bewundern. Eine Art Schraubstock, der als Krönung ein Kissen hatte, so das man es dort festmachte, wo gerade genäht wurde. Sehr praktisch eigentlich. Sowohl aus Metall, als auch aus Holz gab es diese.

Hier ein opulentes Modell, dem das Kissen obenauf verlorengegangen ist.
Wahrscheinlich Ende 19.Jh.


Hier ein Beitrag des deutschen historischen Museums über Nadelkissen der Amische. Wie überraschend, was man heute als Greifball kennt, waren eigentlich Nadelkissen.

Gemein ist den meisten Nadelkissen, dass sie einen festen stabilen Untergrund haben.

Dann gibt es noch die Kissen, die man am Körper trägt als Armreif, die vorrangig von Schneidern bei der Anprobe genutzt werden und solche aus der Neuzeit, die ohne weiches Kissen auskommen und als Schale mit einem eingelassenen Magneten, die Nadeln kontrolliert festhalten.


Ein Filzei, natürlich das Nadelkissen einer Filzerin

Auch hier ein kleiner Helfer einer Filzkünstlerin als Fingerring.


Hier ein Stern, das Nadelkissen einer Thüringer Textilkünstlerin

Wer gern näht, hat mit Sicherheit solche Kissen schon mal selbergemacht oder/und verschenkt. Kann man doch wunderbar Techniken im Kleinformat ausprobieren. 

Nadelkissen als Törtchen oder Kaktus, als Nähmaschine oder aus alten Garnrollen, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!!!
Als Schulmädchen habe ich einer Tante aus einer bemalten Blechbüchse, die eine Dame darstellte ein Nadelkissen geschenkt, deren Hut das Kissen war. Zu Zeiten von 36er-Filmen, hat man von solchen profanen Dingen natürlich kein Foto gemacht, aber ich war damals sehr stolz darauf.

In Berlin zur  TEXTIL-ART , heute leider nur noch als online-Format, erwarb ich Minischablonen für Paperpiecing, die nun zum Einsatz kommen sollten.Was mich damals an den klitzekleinen Teilen fasziniert hat, vermag ich nicht mehr zu sagen, wahrscheinlich genau das.
Und dann passierte Folgendes: das Bermudadreieck im Hause KAZE hat sie verschluckt! Unauffindbar. Tja und so ist es noch mal eine neue Sashiko-Variante geworden. Hier schon mal probiert. Ich hoffe ihr findet es nicht langweilig.

Da auf Reisen, habe ich im Zug begonnen, ein vorher gerastertes Stück Mangelleinen zu besticken.

                Mich fasziniert wie aus simplen Hin- und- Her ein wunderbares Muster entsteht.

 



Ich freue mich heute sehr auf die variantenreichen Beiträge.

Hier  die Beiträge der Teilnehmer heute:

- Heike von 3hefecit zeigt gleich eine ganze Nadelkissenkollektion 

- bei Petersilie&co gibt es ein fein beschriebenes Teil

- raffinierte Formen und Techniken gibt es bei Tyche zu sehen

- merlecolibri zeigt Handgenähtes in freier Technik

- bei Babajezas wurde ein Dosenkissen gebaut und in die eigene Historie geschaut

- Gabriele von langerfaden war im Flow und zeigt auch eine Reisedidee

- gehäkelte Varianten und Mäuse kann man bei Siebensachen-zum-Selbermachen sehen

- bei HEVY OSKAR gibt es blaue Blüten und etwas mit Geschichte

- praktisch nach eigener Arbeitsweise, so zeigt 123-Nadelei Erprobtes 

- Elvira von Zwischendurch hat ein fahrbares Nadelkissen im Gepäck und noch viel mehr

- bei Stoffnotizen  ist ein quadratiertes Faltenkissen zu sehen 

- Rela von Sticheleien zeigt eine geballte Ladung bereits vorhandener Ideen

 

 STOFFSPIELEREI

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.
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Die Stoffspielerei-Termine 2025





 

Stoffspielerei (80) - FEUERwerk umweltfreundlich

Als das Thema Feuer durch Elvira von Zwischendurch in die Runde geworfen war, war schnell klar, dass es hier mit meinem Blognamen um Feuerwerk gehen muß. Die Namensidee sollte die Vielfalt der kreativen Ideen, der Materialien  und die Arbeit mit dem Feuer selbst rüberbringen.

Hier nun der Versuch ein wenig farbiges Feuerwerk mit Maschinenstichen zu plazieren. Dass die zwei helleren Stiche schon unterschiedliche Farben sind, kommt kaum raus. Zartes Gelb und helles Grün.






4 Farben im Nachthimmel, die evtl. eine Taschenklappe oder ein Mug rug werden.


                        Alle Ideen und Experimente zum Thema  sammelt Elvira, herzlichen Dank! 


Durch technische Probleme konnte ich nicht zeitnah posten und freue mich jetzt auf die Runde.

 

 Die Stoffspielereien

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TATsachen in Gotha


In der schönen Stadt Gotha, im Hanna-Höch- Forum kann man zur Zeit eine attraktive Ausstellung der Gruppe TAT (Textil Art Thüringen) sehen, bei der ich als Gast seit langer Zeit mitarbeite.
9 Frauen stellen aus, die bereits jahrelang künstlerisch eigenständig unterwegs sind, aber auch gemeinsam an Projekten arbeiten und schon diverse Ausstellungen und Aktionen gewuppt haben, die eine Balance gefunden haben zwischen Individualität und Gemeinsamkeit. Sich zu reiben im künstlerischen Ausdruck, aber auch einen gemeinsamen Nenner zu finden für Gruppenaktionen, liest sich leichter, als es ist. 


 


Ich möchte euch neugierig machen und vielleicht hat der eine oder andere die Möglichkeit einen Trip noch zu schaffen nach Gotha, was auch noch einiges andere zu bieten hat.


 

147 Karten - ein Gemeinschaftsprojekt,

welches als Beginn Kindheitserinnerungen hatte, das Format ist doppelte Spielkartengröße.



Fliegende  und stehende Objekte, die großen Insekten - Ute Herre

 


Katrin Knape

ACHT²

setzte sich mit dem immensen Wasserverbrauch bei der Jeansherstellung auseinander.



Cordula Hartung 

 

 

Arbeiten von Nora Grawitter, Ute Herre und Britta Schatton.

 

"Durch die Blume - große Probleme-kleine Probleme"
Karen Zerna 

 

Hier konnten wir mit einem speziellen Garn von ALTERFIL arbeiten für ein Jubiläum der Garnfirma. 

 

 

Anne Schneider

 

Kindheitserinnerungen- Ute Herre

 

Die gesamte Ausstellung wurde von der Gruppe konzipiert, kuratiert und in einem 3-tägigen Kraftakt allein gehängt. Wenn das keine Frauenpower ist!!!


 

Das ist tatsächlich nur ein Bruchteil von dem, was zu sehen ist! 


Noch bis zum 4.8.2024 Vielleicht habt ihr die Möglichkeit in Gotha vorbeizuschauen.

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