Posts mit dem Label Projekte mit Kindern/Jugendlichen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Projekte mit Kindern/Jugendlichen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

von der spielerischen Lust zu schreiben

So eine große Pause hier, aber alles ohne Urlaub. Ferienprojekte haben mich reisen lassen und kleine und große Kids haben es genossen, etwas tun zu können. Für viele war es seit langem die erste gemeinsame Beschäftigung neben dem so zerissenen Schulalltag im letzten Jahr.

Spielereien mit der Linie , Buchstaben und vielen Werkzeugen waren das Thema und sollten Freude am analogen Tun fördern.  Die Neugier und Lust am Schreiben zu erhalten, ist mir sehr wichtig!


Die Erkenntnis, dass man eigentlich mit allem schreiben kann, hat ihnen großen Spaß gemacht. Auch die Eltern staunten nicht schlecht. Dabei hatte ich sogar drei Kinder, die erst in die Schule kamen, was so gar nicht geplant war.













 

Von den fertigen Leporellos, die mit den Arbeiten entstanden sind , habe ich leider kein Bild. Zu trubelig war es am letzten Tag mit den Buchstabenkindern!

Zweibeiner "bauen" Sechsbeiner, von käferklein bis wiesengroß

Dieses Jahr hat es wieder geklappt mit einem Projekt an der Malschule der Chranachstiftung in Wittenberg. Gemeinsam mit meiner Studienfreundin Anne-Katrein, die in Erfurt schon viele Jahre aktiv mit Kindern und Jugendlichen arbeitet an der IMAGO, waren wir für 5 Tage Kursleiter für eine Gruppe syrischer Mädchen. Vor zwei Jahren war die Sprachbarriere recht hoch, so dass wir eher vorgetanzt und improvisiert haben. Dieses Jahr konnten wir uns schon gut verständigen, so war es möglich geplante Kursziele umzusetzen .





Die Zufälle von Quetschbildern, ein uraltes, aber immer wieder tolles Spiel.



Eigentlich war fast alles neu für sie, die Techniken, die Art und Weise, das Arbeiten an der Staffelei. Das Wichtigste, es hat ihnen Spaß gemacht und sie waren mit Eifer dabei.

 



Die kleinen Teile schweben alle, kann man hier leider in der Draufsicht nicht sofort sehen.




Natürlich ist solch ein Kurs weit mehr als nur das Vermitteln von bildkünstlerischen Aufgaben. Es ist ein vorsichtiges Herantasten auf beiden Seiten, eine Vielzahl von Dingen ist wichtig und es sind die kleinen Schritte, die man aufeinanderzugeht, sich vertrauen lernt und vieles mehr.

Das Thema Essen ist immer bedeutend und wichtig. Der Ramadan war dieses Jahr bereits vorüber, so dass wir gemeinsam essen konnten. Mit  Skepsis wurde das Essen beäugt, aber wir haben uns gegenseitig versucht zu erklären, wie man etwas zubereitet bzw. ißt. Und dann gibt es natürlich Speisen, die passen. Man muß es einfach versuchen. Essen ist auch immer Heimat, nicht nur Religion.

Wie schön, wenn dann auch vorsichtig neugierige Fragen kommen wie: Haben sie studiert, was und wie lange dauert so etwas? Und im Gegenzug  hört man: Bei uns sind alle Frauen zu Hause. Die Unterschiede werden schon sehr gut beobachtet.

Wir hoffen wir finden Unterstützer für das nächste Jahr, denn gern würden wir eine Woche mit deutschen und syrischen Mädchen gemeinsam arbeiten. Nur im wirklichen Neben-und Miteinander kann man sich kennen- und verstehen lernen.

Wir hatten uns vorgenommen jeden Tag ein arabischen Wort zu lernen, aber wir haben es nicht geschafft.




Hier ist mein Phantasticus Wittenbergensis, ein ganz seltenes Exemplar.


Gewitterfische für IMAGO

Wer künstlerisch ganz vielfältig in Kinder-und Jugendarbeit unterwegs ist, weiß wie wichtig und sinnvoll das ist und wer da schon länger dran ist auch ,wie mühsam es ist kontinuierliche Arbeit in diesem Bereich aufrecht zu erhalten. Erst recht, wenn man sich auf die Fahne geschrieben hat, es nicht nur für Kinder betuchter Eltern anzubieten, sondern es allen zu ermöglichen. Arbeit mit Schulverweigerern, Flüchtlingskindern etc. gehört regelmäßig dazu.
In diesem Bereich arbeitet die   IMAGO Kunst- und Designschule e.V. Erfurt, die mit einem enormen Engagement 4 Frauen gegründet hatten und die diesen Herbst tatsächlich 20-jähriges Bestehen feiert. Welch ein Erfolg! Selbst umziehen mußten sie zweimal mit allem in dieser Zeit.
Wie viel Kraft eingesetzt werden muß, um solche eine Einrichtung am Leben zu erhalten, die jedes Jahr erneut um jeden Cent kämpfen, Fördertöpfe ausfindig, Sponsoren finden muß, können sich viele nicht vorstellen, die einem geregelten Büroalltag nachgehen. Immer zusätzlich zum Kursalltag der Schule und den Ausstellungen an verschiedensten Stellen der Stadt.

Mit einer großen Präsentation " Vielfalt im Quadrat" im Haus der Sparkassenverbandes Hessen-Thüringen wird das Jubiläum sichtbar gewürdigt und gefeiert.

Jeden , der diese Arbeit unterstützt, die weit weniger Lobby hat als z.B. Musik im jugendlichen Bereich, möchte ich "Danke!" zurufen und vorallem "Weiter so!"

In Abständen habe ich dort auch Projekte betreut und Kurse gegeben. Alle Dozenten der letzten Jahre wurden gebeten einen 50x50 Rahmen zusätzlich zu gestalten für die Ausstellung, die dann versteigert werden zu Gunsten der IMAGO. Sehr gern bin ich dieser Bitte nachgekommen.




























Hier ist mein Beitrag, der den Titel Gewitterfische bekommen hat.




































Jede Spende ist willkommen, auf der Imagoseite ist auch das Spendenkonto vermerkt. Auch der kleinste Betrag hilft.

Der Titel des Flyers zeigt Ausschnitte der Kalenderposter, die die Schule jedes Jahr für und mit Hilfe von Sponsoren erabeitet hat. Schaut euch die oben verlinkten Seiten von Imago an, es ist ein Genuß!





Kunstprojekt in Wittenberg

Seit vielen Jahren arbeite ich im Sommer gemeinsam mit A.K. Maschke aus Erfurt in Wittenberg an der Malschule im Cranachhof in einem besonderen Ferienprojekt mit Kindern und Jugendlichen. Geld aufzutreiben für junge Menschen, denen sonst der Zugang zu Kultur und kreativer Freizeitbeschäftigung weitesgehend verwehrt ist, ist immer schwerer geworden. Die letzten Jahre wurde es durch die Janusz- Korczak-Stiftung für soziale Jugendarbeit möglich, worüber wir sehr glücklich sind! Auch wenn es oft kräftezehrend war, ist es immer toll gewesen, wenn man sieht wie Kinder im eigenen Tun Kraft und Selbstvertrauen schöpfen und beglückt sind über eigene Fähigkeiten, von denen sie vorher nichts ahnten. Betreuer ihre Schützlinge nicht wiedererkennen und neue Seiten wahrnehmen.

Dieses Jahr gab es ein Projekt mit einer ganz neuen Erfahrung, denn wir hatten eine kleine gemischte Gruppe aus Syrern, Kurden und Afghanen. 8 Jungen und Mädchen zwischen 10 und 16. Alles was wir gedanklich vorbereitet hatten , haben wir dann sehr schnell aufgegeben und uns neu orientiert. Die Kommunikation und Diplomatie waren entscheidend ! Es gab keinen Dolmetscher, Hände und Füße und die Deutschkenntnisse der Teilnehmer waren unser Werkzeug. Arabisch empfinde ich als sehr schwer, ich habe mir kein Wort länger als eine Stunde merken können.
Wir haben viel gelernt über Ramadan, Zuckerfest, Speisen, Höflichkeit und Familie.









Ein wunderbares Mittagsbuffet im Garten für alle drei Ferienkurse im Cranachhof war ein Höhepunkt in der Woche,  auch unter voller Berücksichtigung der Eßgewohnheiten der moslemischen Jugendliche.

Die bemalten Hocker zieren meist die Flagge des Herkunftslandes und die unseres.Flaggen waren für die Jungen von großer Bedeutung.(Die Fußball- EM hatte daran vielleicht auch einen Beitrag.) Es sind noch bemalte Schürzen und gefaltete wunderschöne Schachteln aus selbstgemachten  Buntpapieren entstanden, aber im Arbeits-und Kommunikationseifer ist man froh mal schnell noch ein Foto geschafft zu haben mit farbverschmierten Fingern.


Es waren sehr neue, schöne und bereichernde Tage für beide Seiten. Wir hoffen, dass es diese Möglichkeit wieder geben wird und alle ihren Platz finden ohne Anfeindung, den sie sich wünschen.

Von Wittenberg selber gäbe es auch viel zu berichten. Dieser geschichtsträchtige und schöne Ort ist ja seit längerem im Jubiläumsfieber. Die Lutherdekade mit dem Höhepunkt 2017, dem Lutherjahr und 2015 war das große Cranachjahr (der Jüngere wohlgemerkt) mit zahlreichen Ausstellungen in ganz Sachsen-Anhalt. Luther, Melanchton und die Cranachfamilie ziehen jährliche viele viele Touristen  an.






Sommerblicke

 

Stille hier, bedeutet meist - das Leben tobt wie wild und schert sich einen Dreck drum, was die Außentemperaturen vermelden. Ich habe es dieses Jahr erst ein einiziges Mal ins Wasser unter freiem Himmel geschafft. 





In Weitersdorf ganz in der Nähe von Großkochberg, mit dem zauberhaften klitzkleinen Liebhabertheater von Charlotte von Stein, waren wir zur Finissage des Kunstcamps der IMAGO und bekamen ein kleines



 Puppenstück gezeigt, was so ganz nebenbei mit selbstgemachten Figuren entstanden war. Hier einer der Protagonisten- Prinz Protz, der seinem Namen Ehre machte.


Im geschichtsträchtigen Wittenberg konnte  ich mit Frau AK.M ein Projekt betreuen, bei dem wir mit Heimkindern  frei künstlerisch gearbeitet haben . Der Umstand Kindern zu ermöglichen Dinge an sich zu entdecken, aus denen sie Kraft und Selbstvertrauen schöpfen können, ist eine beglückendes Gefühl. Solche Aktionen sind leider nur möglich, wenn Stiftungen oder Ä. finanziell unterstützen. Und wenn man bedeckt, wo anderswo sinnlos Geld verpulvert wird...
Noch 14 Tage kann man einen Teil der entstandenen Arbeiten im Markt 4, einem der Chranachhöfe sehen .

"Frischer Wind in Oranienbaum" heißt eine feine Fächerausstellung im Schloß Oranienbaum ganz in der Nähe. Historische und neue Exemplare waren zu bestaunen. Davon könnte man ja momenentan jederzeit einen griffbereit haben, leider kann man so schnell nicht stilvolle Exemplare erwerben. Da bleibt nur Marke Eigenbau! Noch bis zum September kann man dort verweilen, auch ein riesiges Parkgelände lädt zum Lustwandeln ein.
Das ist eine der Postkarten, die Fächer zeigen, die Studenten der Burg Giebichtestein Kunsthochschule Halle zum Thema fertigten. Vielleicht fällt Euch bei den Exemplaren ein für wen sie erdacht wurden!?

Diverse Geburtstag machten auch kreative Nachtschichten nötig. Illustrierte Geschichten zum 80. verschenkt und einen tollen Tag in Moritzburg verbracht. Und endlich habe ich die Patchworkdecke fertig, die morgen in die wartenden Hände geworfen wird. Backen und brutzeln etc fällt natürlich auch ab.

Am Samstag in lauer Sommernacht ZAZ gelauscht im großen Garten. Diese kraftvolle Stimme in einer so kleinen Frau, die vor Lebenslust übersprudelt ist einfach herrlich anzusehen und zu hören.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...