Stift erwünscht

Auch wenn ich hier schon lange digital unterwegs bin, geht es bei mir nicht ohne "echtes" Papier und Schreibwerkzeuge. Ich bin ein  großer Freund, Dinge neu zu nutzen oder ihnen ein langes Leben zu ermöglichen und seien es Briefumschläge, die durch amtliche Post ins Haus flattern.


Minibüchlein zum Notieren, Skizzieren für die Handtasche sind etwas, ohne die Frau KaZe nicht auskommt. Stifte habe ich sowieso immer dabei und so kompakt und klein wunderbar praktisch. Das linke mit Wachspapier bekam ich von ihr geschenkt. Für so gut befunden, dass es immer ein weiteres gab, wenn gefüllt.

 




Mit koptische Bindung perfekt aufklappbar. Klein (5x15), fein und reicht vollkommen.

 
So kann man wunderbare Papierreste verwenden und das Innenleben sind zerschnittene Umschläge.

        

Dieses Marmorpapier stammt aus einem Kurs bei Dirk Lange in Artern /Thüringen, der diese alte Technik hervorragend beherrscht.

Das ist für mich eines von so wunderbaren kleinen Geschenken, mit denen man Freude bereiten kann für Bekannte, die noch wissen wie man einen Stift benutzt.

Stoffspielerei (58) - gewebte Kreise

Zur Monatlichen Stoffspielerei lädt Schnitt für Schnitt ein mit dem Thema "Punkte und Kreise". So viele Optionen, aber es wurde gleich etwas ganz Pragmantisches, denn ein Pullover hatte schon Löcher, die danach riefen, kreativ eingekreist zu werden. Ich habe es mit der klassischen Stopftechnik probiert mit verschiedenen wollenen Garnen.


 

Drei  sollten es werden, damit sich ein Kreis allein nicht fürchtet. Farblich variiert, passend zu den Streifen des Oberteils.
 


Auf dem Gestrick bekommt man es weniger gleichmäßig hin, als erwartet.

Es war nix Hochwertiges, aber die Farbkombi der Streifen hatte es mir angetan. Sieht nun ziemlich speziell aus, aber nun werde ich das Teil noch eine Weile tragen.

Wie immer wird es ein wunderbarer Spaziergang werden, um zu sehen, was Christiane, unsere heutige Gastgeberin ... gesammelt hat zum Thema. Vielen Dank dafür!


STOFFSPIELEREI

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu. Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.


Das nächste und letzte Thema in diesem Jahr am
28.11.2021: „Glitzer tröstet“ bei Tyche

KALLIZINE N° 5

Ein Kalligrafie-Projekt welches Birgit Gramsch ins Leben gerufen hat, macht bei Instagram bei Freunden des schönen Schreibens die Runde. Monatlich kann man sich anmelden und man bekommt dann drei Begriffe - eine Zeit/Kunstrichtung, ein Werkzeug und einen Zitatenspender. Auf einem A4-Blatt, welches zum Minibuch gefaltet wird, darf dann der Extrakt der Ideen untergebracht werden. Es gibt kleine Gruppen, an die versendet wird.

Im Oktober, bei Kallizine Nr. 5, war ich dabei und es sollte Bock of Kells, Goethe und Bandzugfeder vereint werden. Eine ziemlich verschärfte Mischung wie ich fand. 2014 habe ich schon mal hier von einem Kurs berichtet, der genau dieses Buch als Inspiration hatte. Nach wirklichen Quellen muß man sich erstmal umsehen. Aber ich war so von der ornamentalen Ausstattung fasziniert, dass dies der Hauptideengeber wurde und nicht die Schrift. Die Vielfalt der Ornamentik ist einfach unbeschreiblich. Allerdings habe ich den Zeitaufwand verwebte Bänder zu zeichnen stark unterschätzt. 

















Was hier so groß aussieht, ist relativ klein. Das Minibuch aus einem A4-Blatt, ergibt 8 Seiten, die zu gestalten waren. Als Goethezitat habe ich" Mit dem Wissen wächst der Zweifel" gewählt, was in jeder Zeit aktuell ist.


Aus einem gefundenen R habe ich ein K werden lassen.
















Zum Schluß patiniert, um es etwas nach Pergament aussehen zu lassen.


Ein kleines Ornament auf dem Umschlag für die Vorfreude der Empfänger.

 

Vernäht und verpackt - am roten Faden in Freital

Schmuck machen ist toll, Schmuck verkaufen speziell, da man die feinen Gegenstände nicht so einfach in die Taschen stopfen kann/darf. Also braucht man Verpackung und dann noch für jedes Objekt andere Größen, da ja so unterschiedlich. Und im Zeitalter der Verpackungsmüllvermeidung ist das eine doppelte Herausforderung.
In den ersten Jahren habe ich sogar kleine Säckchen aus Stoffresten selber genäht, aber da stößt man doch zeitlich an Grenzen als Ein-Frau-Unternehmen.

Kleine Schachteln für Ohrringe baue ich meist selber aus Papierbeständen, bevorzugt aus Kleisterpapier oder alten Kalendern.

Für meine Halsreifen mit Perle gibt es seit einer Weile Taschen, die man auch gut als Reiseutensil für Schmuck weiter nutzen kann. Bestände im kreativen Haushalt machen es möglich. Simpler Filz und tolles Papier, welches ich mal bei einer Geschäftsauflösung erstanden habe, gehen eine Ehe ein.



































So sind mal wieder fast alle Passionen vereint - Papier, Stoff, Glas.














Wer am Sonntag noch nicht viel vorhat, es lohnt sich, eine wilde Mischung kreativ Schaffender zeigt in Freital bei Dresden ihr Können. Geführt wird durchs Haus am roten Faden, um große Ansammlungen der Besucher zu vermeiden. Ein feines Konzept und wir hoffen, es bleibt nicht das letzte Ereignis dieser Art für 2021.




















Vielleicht sehen wir uns!

Altes im Neuen oder umgekehrt?

Ich bin immer für das Weiterleben von Dingen. Alles bringt Gechichte mit, kann erzählen und vieles beommt erst mit dem Altern seinen Charme.

Zur ersten Küchenausstattung meiner Eltern gehörten zwei Hedwig Bollhagen Dosen, die Zucker und Salz beherbergten. Im Alltag gehorchte einer der  Deckel der Schwerkaft und zerbrach. Mein Papa, ein großer Kleber, hat ihn zusammengepuzzelt, es sah schrecklich aus, aber man behielt beides.

















Der Holzkünstler Jürgen Ludwig war so nett einen paßgenauen Deckel zu drechseln, aus Mahagoni, auf dem eine Glasperle aus meiner Werkstatt trohnt. Nun darf die Dose im Haushalt vom Sohnemann weiterleben. Ein mit Erinnerung gefülltes Objekt. So mag ich es und ich hoffe er auch.

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