Pirna lockt

Plötzlich ist so vieles wieder möglich - Feste, Restaurants, Kurse, Reisen, Märkte, Museen. Es kommt richtig massiv und fühlt sich toll und trotzdem irgendwie neu und sehr anders an. Wird alles so wie vorher? Haben wir uns verändert, unsere Lebens-, Sicht- und Kaufgewohnheiten?

An diesem Wochenende finden in Pirna wieder die "Tage der Kunst" statt und meine Kollegin Ursula Schlesing  und ich dürfen in einem sonst leeren Ladengeschäft unsere Arbeiten zeigen und vekaufen. Eine tolle Möglichkeit in der sehr schönen Pirnaer Altstadt.




 

 

 

Ihr findet uns in der Schössergasse 2, alles auch mit den üblichen Hygieneregeln, Mundschutz etc.

















Da dieser Laden ein ehemaliger Juwelier ist, gibt es sogar noch exponierte lichtbefüllte Quader, die für den Schmuck ideal sind.
Meine Kollegin Ursula zeigt farbintensive Pastelle , Bücher und Kästchen aus eigenen Papieren.



Und natürlich fehlt nicht unsere gemeinschaftliche Idee: Quadratische Kästchen mit handgemachten Papieren und passender handgemachter Glasperle. Auf dem Foto die puren Deckel.

Ziemlich spät komme ich mit der Info, ich weiß, aber es kam alles massiv und irgendwie plötzlich! Eine große Feierlichkeit , ein intensiver Kurs in Speyer und jetzt das Kunstwochenende.

Einen wunderbaren Sommersonntag!

Texturen - H2O in Zuständen

Eigentlich wollten wir, Ulrike und ich, bei  unserem Langzeitprojekt nie so große Lücken lassen, aber das Leben funkt eben nach seiner Facon dazwischen. Heute sind wir bei Teil 8 angelangt und hatten uns Fotos vorgenommen, die Anfang des Jahres auch gut zur Zeit passten. Wasser in zwei verschiedenen Aggregatzuständen.

 








Regentropfen auf einer Scheibe, ein Foto von Ulrike und
eine gefrorene Pfütze, wahrscheinlich mit Vogelspuren, die meine Freundin S. fotografiert hat, weil sie dabei sofort an unser Projekt denken mußte. Ich danke für den Blick!


Ich beginne meist mit dem Bild, bei dem sich im Kopf schon ein Plan ergibt, wie man es angehen könnte. Das waren dieses mal die Spuren auf der Pfütze.

















Mit Balsaholz habe ich versucht einen Rhytmus der Spuren zu finden. Probiert mit verschiedenen Tinten und Tuschen. Und dann direkt in unser Buch gearbeitet, das gelingt mir nicht immer.















Für das Regentropfenfoto habe ich allerhand probieren müssen. Sich auf etwas einlassen, was man skriptural erfassen kann. Es geht nie um Naturstudium, sondern wie die Spuren der Natur zu mir sprechen. 


 


Die Papiere sind grau und chamois, so wie das Buch, kein weiß.
















  

Überlagerungen



















Bewußt etwas unregelmäßig zu "schreiben" ist eine echte Aufgabe.


Ich habe dann noch etwas Rhytmischeres ausprobieren wollen und ein Wort gesucht mit "Schlaufen", die den Tropfen ähneln. Vor Jahren habe ich ein Buch in einer alten Druckerei mit Filz und Letterdruck zusammengebaut  mit dem Wort Regenperlen.Viele Schlaufen und auch inhaltlich paßt es perfekt.

 



 













Nun sind beide Varianten im Buch gelandet



und so sieht die Inspiration der Eispfütze im Buch aus.

 

Es ist noch reichlich Platz, aber langsam fängt es an zu sperren und muß mal unter die Presse.

Ihr  glaubt gar nicht wie voller Spannung und Vorfreude ich den Tag unser Veröffentlichung erwarte, da wir beide ohne Absprachen an den ausgewählten Bildern arbeiten.



  

Bunter Freitag

Die Woche war erlebnisreich und abwechslungsreich wie lange nicht. Mit einer kleinen Reise zum Wochenbeginn konnte ich G. von jahreszeitenbriefe treffen und wir haben es sehr genossen. Und wollen es gleich in der kommenden Woche  wiederholen. Wieder jemand in echt zu treffen ist ganz wunderbar.

 

















Mal wieder das Klavier geschmückt. Ich wollte die rote Monsterkugel filigran bestücken, aber das muß ich wohl noch üben. Die Gräser, aus dem Garten, sollten wohl eher hängend sein ist mein Gefühl. Diese Vase hat ungewöhnliche Ausmaße. Das herrliche Schwein ist ein Linolschnitt meines Papas.















Ein Pluderhöschen für die Kleinste aus einem ganz leichten Jeansstoff, der Rest eines Kleides  aus den 90ern. Die hatten damals Ausmaße von kleinen Zelten, so behielt ich den Rockteil im Fundus. Ein Sommerhut mit Nackenschutz liegt noch unter der Maschine.

 
















Versuche eine Idee für unseren jährlichen Kalender umzusetzen, aber wie immer unterschätze ich die Zeit, die es braucht um intensiv dran zu bleiben.

Habt eine schönes Wochenende!

Verlinkt zu Holdunderblütchen

Stoffroulade

 Mal wieder Leidenschaften gemischt. Nachdem das Enkelmädchen den ersten Brei bekommt, noch mit einem Kunsstofflöffel,  die Wohnung nach den Besteckteilen unserer Kinder abgesucht. Die verschwinden ja dann irgendwo, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Verschiedene Größen, verschiedene Epochen, nun ist alles an einem Ort.


 

Ich kenne solche Besteckrollen von Tante und Großmüttern. Hier jetzt der Inhalt schabloniert und mit der Maschine geschrieben.



 Nun wartet die Rolle auf ihren Einsatz.


 



Stoffspielerei (57) - Pojagi- Licht als Gestalter

Zum Thema "Exotisch" habe ich mich endlich an ein kleines koreanisches Projekt gewagt - POJAGI.
Erstmalig ist mir es vor langer Zeit auf dem Blog "textile geschichten" begegnet und seitdem habe ich zielgenauer beobachtet. Einige aus dem Stoffspielerkreis haben es bereits probiert.


 

 

 

 

Klassisch traditionell wird es von Hand mit sehr dünnem Material gearbeitet, Kappnähte versäubern alle Nähte so, dass rechts und links gleichermaßen die Oberseite ist. Das Licht aber ist der entscheidende Gestalter, denn es zaubert durch die unterschiedliche Dichte eine Grafik und differenzierte Transparenzen, wenn man verschiedene Stoffe einsetzt. 




Da ich nichts neu erworben habe und immer versuche aus meinen Vorräten zu arbeiten, sind auch dichtere Stoffe mit in den Pool gewandert. Reste der verschiedensten Art : Nessel, Rohseide, Leinen ,BW-Futter, BW-Möbelstoff.

Also mußte immer gebügelt werden und man mußte sehr drauf achten, dass sich die Kappnähte nicht treffen. Selbst ein gut laufendes Maschinchen hat dann Schwierigkeiten über diese Dickstellen zu kommen, da locker 12 Lagen und mehr gestapelt sind. In Korea nutzt man sehr feinen Leinenstoff, den man mit der Hand kniffen kann, da erspart man sich das Zwischenbügeln.



Da ich die dünnen Stoffe zu fad fand, dachte ich, ich müßte sie etwas tönen mit Tee. Da der Reiz von Pojagi sich aber im Gegenlicht entwickelt, ist das nicht zwingend wichtig. Ich habe wild angefangen und dann Stück für Stück versucht etwas Struktur hineinzubekommen. Man muß sich erst technologisch etwas üben, damit immer die gleichen Nähte auf der gleichen Seite erscheinen. Ist mir leider nicht immer gelungen. Im Gegenlicht fällt es auch nicht auf.

 

 

 


 
 


 

Ein glatter Rand wird nun noch ringsum dazukommen, dann ist es ein Fensterschmuck im Gartenhäuschen. Wenn man ein gestalterisches Konzept anstrebt, welches nicht nur aus Reststücken besteht, muß man gut überlegen wie man arbeitet. Ich finde es eine sehr reizvolle textile Technik.

Vielen Dank für das inspirierende Thema. Endlich konnte ich so ein " das- wollte- ich -schon- immer- mal-probieren-Ding" realisieren.Dafür liebe ich Themenangebote der Stoffspielerei sehr. 

 Petersilie & Co sammeln heute alle links .Vielen Dank! Nun bin ich sehr gespannt wie exotisch meine Mitstreiter unterwegs sind.



STOFFSPIELEREI

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu. Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.

Die nächsten Themen 2021 sind:

27.06.2021: „Nähfüße“ bei Nähzimmerplaudereien
Sommerpause
26.09.2021: „Risse und Schlitze“ bei nahtlust
31.10.2021: „Punkte und Kreise“ bei Schnitt für Schnitt
28.11.2021: „Glitzer tröstet“ bei Tyche
 

 


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