Schlüsselerlebnisse

Ausgefallene Märkte, verschobene Ausstellungen, ausgefallene Kurse - in Zeiten von Corona sind Aufträge selten geworden. So freut man sich über jede noch so kleine Aktivitäten, erst recht, wenn es so inhaltschwere sind.




Schon lange biete ich auf Märkten alte, von mir beperlte Schlüssel an. Nun bekam ich zwei mit ganz persönlicher Geschichte, die ich schmücken durfte. Sie sind  Erinnerung an Heimat und erzählen vom Leben der  Großeltern. Sie werden weit reisen zu einer Hochzeit




Ob die Reisen und Feiern stattfinden werden, steht wie so vieles in dieser Zeit in den Sternen!


Manchmal beschleichen mich jetzt negative Gedanken. Mein Liebe gilt dem Design von Ohrringen, obwohl ich Ketten genauso gern erarbeite. Im Augenblick denke ich aber oft, dass niemand mehr so etwas tragen mag. Es ist permanent im Weg beim ständigen Auf und Ab der Masken!


Einen guten Start in die Woche!

Texturen unter Druck, Reetdach und Vereisung (6)


 
Unter Druck- zeitlich und physisch. Der erste Teil der nächsten Etappe war schon längst fertig, dann streikte der Drucker und allerlei Unwägbarkeiten , auch Corona läßt grüßen, haben den Rest verzögert. Meine Mitstreiterin Ulrike ist immer sehr geduldig mit mir. Danke!




Wie immer wählen wir von jedem ein Foto aus. Ulrike steuerte eine vereiste Reifenspur bei und



 von mir gab es ein Reetdachdetail, eine Aufnahme vom Usedomer Kurzurlaub im letzten Jahr.






Dieses Dach war eine echte Herausforderung und ich habe viel  rumprobiert mit Werkzeugen. Skriptoral lies sich dieser Aufnahme schwer beikommen. Letztendlich bin ich sogar bei schwarzem Untergrund gelandet.


Ganz puristisch ist es nun im Texturenbuch gelandet.






Die Reifenspur war dann nicht weniger kniffelig.







Mich reizten vorallem die Kontraste.






 








Der Ausdruck an einem fremden Computer brachte eine extreme Blautönung der Vereisung , die auf Ulrikes Foto viel natürlicher ist. Der Versuch  die Spur zu erschreiben, passt farblich besser zum Ursprung, aber grundsätzlich möchte ich versuchen Farbe weitestgehend auszublenden, um den Fokus auf der Strukur zu belassen.
Die Vereisung habe ich jetzt im Buch zweimal festgehalten, weil so vielfältig möglich.

Beim Einkleben der Blätter mutet mir vieles so simpel an, aber der Weg dahin ist es nicht. Schlicht und reduziert zu interpretieren, kann richtig Arbeit sein.

Für diese Etappe habe ich wieder komplett eingeklebt, weil das Reetdach für mich nur mit dunklem Untergrund funktioniert hat und die Reifenspur bot so viele Möglichkeiten, dass ich nicht in der Lage war, eine Variante zu favorisieren. Aber kommende Interpretationen müssen pur in die Seiten kommen, sonst sprerrt unser Buch seine Deckel auf wie ein Entenschnabel.


 

Hier habe ich fasziniert zugesehen wie die Beize sich vorarbeitet und die Textur meiner Hand sichtbar machte. Vollkommen vergessend , dass sich das nicht gleich entfernen läßt. So sah ich ein paar Tage aus, als wenn ich Schwarzkirschen zermatscht hätte.

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie neugierig ich bin zu sehen, wie meine ferne Texturenpartnerin gearbeitet hat, denn bis zum gemeinsamen Veröffentlichen wissen wir voneinander nicht, was wir wie umgesetzt haben.






Ostern schriftlich

Möricke, Goethe, Fallersleben bieten Zeilen für den Textteppich. Es war mir nicht wichtig etwas komplett unterzubringen, aber ein konkreter Text erleichtert das Schreiben.

Habe mehrere wasserfeste Stifte ausprobiert, die auch unterschiedlich gut gingen. Die teilweise rauhe Oberfläche der Eier mögen einige Stifte so gar nicht. Aber es funktioniert besser für mich, als mit Tusche, wo man immer warten muß bis das eben Geschriebene trocknet.




Diese dürfen gegessen werden.




























Keine große Ausbeute, denn es geht nicht husch-husch, aber ich mag solch grafische Optik sehr. Wenn man unzufrieden ist, läßt sich mit Scheuersand und der rauhen Seite des Haushaltsschwammes alles wieder entfernen und man kann neu beginnen. So lassen sich auch störende Stempel entfernen.

Ich wünsche allen ein sonniges Osterfest, klein, fein, daheim! Bleibt gesund!


 




holprige Ostern

Doch ein wenig holprig, ehe im Haus KaZe dieses Jahr Ostergefühle einziehen. Viele Vorhaben, die es galt bis hierher absolviert zu haben, sind flach gefallen, Fastenzeiten ganz anderer Art. Aber man organisiert sich einfach die Freuden selber. Post gehört immer dazu, denn sie bringt zweimal Freude, einmal beim Machen und dann beim Empfänger!
Auch auf der Post Warteschlangen wie zu Weihnachten, man verschickt Freuden und Zuversicht.

 Das Tulpenthema vom Mittwochs-Mix war sehr inspirierend.

Eine Werbekarte verostert mit Goethes Spaziergang

Die Hasen zeitgemäß eingekleidet.


Eine schnelle Trösterkarte, das Ei ein Geschenk einer Freundin im letzten Jahr. Heute werde ich endlich auch aktiv, Eier beschreiben ist der Plan, das finde ich so toll. Noch kein Ei hängt am Zweig, aber gleich bald!

Macht euch selber Freuden und verschenkt auch welche!



aktiv und kreativ , nun erst recht


Obwohl vieles durch Corona zum Erliegen kommt, habe ich gerade das Gefühl mehr unterwegs zu sein. Natürlich liegt es auch daran, dass wir die Eltern versorgen, die zur absoluten Risikogruppe gehören. Da kommen doch ganz paar Gänge mehr dazu. Nach einem Aufenthalt in der Klinik ist bei meiner Frau Mama wenig Kraft da. Umso wichtiger optimistischer Zuspruch, Hilfe beim Alltäglichen oder ein kleiner Gang in die Frühlingsluft zur körperlichen Erbauung.
 
Zwischendurch kleine schon ewig aufgeschobene Projekte, um sich selber zu erfreuen. Endlich eine neue Hülle für unsere Karten.




70 Jahre oder mehr hat dieses Spiel auf dem Buckel und hat sich ein neues Kleid verdient. Beim Räumen fand ich in einer vergessenen Schachtel zerrissene Seidenpapierschnipsel für Ostereier, gut abgelagert. Aus Kindertagen! Ein exaktes Kästchen bauen, fand ich nicht so leicht, aber das Bekleben war schön meditativ.



Als passionierter Selbermacher sieht die Jüngste sich in vielen Dingen auch, so fielen gleich mal 20 cm bei mir. Sich mal kopfmäßig leicht zu fühlen in diesen Tagen, tut sehr gut. Danke!

Neue Wege auch beim Sport, Thi chi über Videotelefonie. Was können wir froh sein so viele Möglichkeiten zur Verfügung zu haben.



 Betreuungsabende fernab der eigenen Werkbank, Strickzeug und Buch gehen immer.




Darum kommen wir wohl nicht herum, aber die ersten Masken habe ich nicht in vorauseilendem Eifer genäht, sondern weil die Pflegepraxis, die täglich zu meinen Eltern kommt, keine hatte. Vor lauter Manufakturarbeit habe ich komplett die Stoffspielerei vergessen, dabei wäre es sogar passend, denn in einigen Masken habe ich Draht vernäht und das Thema war Stoff und Draht.




Immer mit zwei verschiedenen Bw-Stoffen wird es recht dicht. Inzwischen stellte sich auch noch an diversen anderen Stellen Mangel bzw. Lieferengpässe heraus, so dass ich weiter nähe.


Suschna von textile geschichten hat einen sehr ausfühlichen Post gemacht mit vielen gesammelten links zu Anleitungen jeder Art von Gesichtsmaske.

Die letzte sehr stylische und eindeutig nicht kochbare Variante, wollte ich auch unbedingt probieren. Technologisch flott machbar, erinnert natürlich irgendwie an ein Suspensorium, aber die Paßform überzeugt mich nicht. Zu sehr ist die Nasenlage bzw -größe entscheidend für den idealen Sitz.
Die Faltenvariante ist einfach universeller einsetzbar.


Die Post arbeitet auch noch, wie wunderbar. Konzertkarten entfallen, aber Postkarten bleiben! Ich winke dankend in viele Richtungen!!!!!Wie schön bedacht worden zu sein .Ich habe mich sehr gefreut. Bis bald!




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