Einladung und Inspiration zur Miniatur - Stoffspielerei

am letzten Sonntag im September gibt es hier wieder eine Stoffspielerei , dieses Mal zum Thema Miniatur

Ich wollte euch gern einladen und etwas herumspinnen über die Miniatur. Ab wann ist denn Miniatur eben Miniatur - das ist eine echt schwere Frage.
Wir wollen keinen Kirschkern einstricken, aber alles was kleiner als einen Postkarte ist,  gehört in meinen Augen dazu , es gibt auch recht große Postkarten, oder ? Und natürlich kommt es auch auf die Details an - eine Tasche oder Decke aus briefmarkengroßen Stoffstücken ist  auch Miniaturarbeit und irgendwie empfinde ich alles Gestickte auch so. Ihr seht also, es ist ein gaaaaanz weites Feld.
- ob nun Bettwäsche für die Puppenstube




ein Quitbuch für die Kleinsten

- eingestrickte Streichholzschachteln
- Passaglia-Quilt
- dreidimensionale Käfer und Insekten
- textiler Schmuck
- Täschchen
- Nadelhefte
- jede Art von selbstgemachter Spitze



Knöpfe


oder oder oder....

Vielleicht war das eine kleine Inspiration zur Ideenfindung. Ich freue mich auf eure Miniaturen!

Bis dahin, wie sehen uns!

Mit Blumen schreiben - eigene Tinte

Wer gern und viel schreibt, braucht nicht nur gute Federn, sondern auch verschiedene Tinten und Tuschen. Diese Bezeichnungen sind leider nicht mehr durchgängig korrekt, was wohl durch Importe entstanden ist. Ursprünglich war Tinte grundsätzlich wasserlöslich und Tusche nicht. Heute sollte man es probieren, wenn es einem wichtig ist.
Aus Kaffee hier und Walnüssen hier habe ich schon Schreibflüssigkeiten gewonnen. Nun habe ich es mit Blüten versucht. Es gibt alte Rezpete ( Judika war so nett mir welche zu schicken, vielen Dank!) und auch neue Literatur, die ich aber noch nicht besitze, aber schon mal blättern durfte.




Da ich gern experimentiere  und ganz frei probiere, habe ich Stockrosen benutzt, die ich sehr mag und die mir bei meinem Weg zum Tai-chi immer zulächelten.



Die vertrockneten Blüten habe ich aufgesammelt bis eine Handvoll zusammen war.




In Essigwasser zwei Wochen in die Sonne gestellt. Bei Solarfärbung und ecoprint bringt Hitze die gewünschten Effekte, sicher nicht ausschließlich, aber wahrscheinlich als Katalysator.





So sah es danach aus - eine tolle kräftige Farbe, ich war begeistert.

 


Durchgeseiht durch einen Teefilter, erhielt ich ein kleines Fäßchen. Die Schreibproben haben mich dann aber sehr überrascht. Die feine rötliche Flüssigkeit wurde mit zunehmender Luft bzw. beim Trocknungsprozess grau, manchmal grünlich und der Rotton verschwand komplett. Auf jedem Papier war es aber auch etwas anders, aber die Veränderung blieb.

Die mittlere Texturenprobe, die ihr im letzten Post gesehen habt, frisch aufgetragen, hatte später nur grüngrau zu bieten.

Ein wenig Hexerei? Ob man das durch Zugaben ändern kann, weiß ich nicht. Allgemein sagt man dass diese Farben nicht lichtecht sind. Da ich damit keine amtlichen Dokumente unterzeichnen werde, ist mir das nicht so wichtig.

Auf alle Fälle werde ich weitere Versuche starten, vertrocknete Blüten fallen immer mal wieder an und vielleicht gibt es noch mehr Übrrraschungen. Früchte müßten auch gehen, Holunder finde ich z. B. sehr farbintensiv.
Vielleicht passiert schon etwas ganz anderes, wenn man statt Essigwasser, Wein oder Tee nimmt oder Salz ? Oder Alaun, damit habe ich aber noch gar keine Erfahrungen.
Da alles in kleinen Mengen geschieht, kann man so etwas  schnell mal probieren.































Hier kann man noch einen leichten Schimmer Rot erahnen.



Habt ihr auch Lust bekommen? Würde mich über Erfahrungen und Berichte anderer Versuche freuen.




 

Texturen der Natur (4)

Auch wenn es eine große Sommerpause gab, unser Texturenprojekt geht weiter und wächst.

Gewählt hatten wir uns dieses mal Getreide, ein Foto von Ulrike und Wein, eine Aufnahme von unserer  Lese bei Freunden in Meissen. Es ist Traminer vom Katzensprung, so heißt der steile Hang,










 



Mit einer ungewöhnlichen Tinte geschrieben, die sich verändert bei Luftzufuhr. 


Durch die unterschiedlichen Werkzeuge entsteht auch ein anderer Charakter, beide reizvoll.



    
die zweite Inspiration und Heraufforderung


 

 

Viele Versuche mit  unterschiedlichsten Werkzeugen, der Flachpinsel war dann die erste Wahl.
Tapfer habe ich mich vom Grün zum Grau hingearbeitet, um besser abstrahieren zu können.
 



Direkt ins Buch gearbeitet in zwei Variationen. Die Verführung war groß auch die Ähren  zu nutzen, obwohl es eher zum Naturstudium neigt, als zur Textur. Zahlreiche Versuche einen Rahmen abzukleben waren eine Katastrophe, weil selbst sensibler Malerkrepp das wirklich gute Papier anlöste. So konnte dann nur eine lose Schablone helfen.

Meine Projektpartnerin Ulrike mußte viel Geduld haben mit dem Beitrag Nummer 4, denn Krankheit und Pflege meiner Eltern und ein kleiner Urlaub haben mich die Arbeiten heftig verschieben lassen.
Danke für deine Ausdauer und Geduld! Nun freue mich darauf wie Ulrike den Bildern begegnet ist.





bunter Freitag

Unser erfolgreiches Wochenende  mit U. in Pirna klingt noch total nach, es war eine tolle Atmosphäre mit so interessierten Besuchern. Wie man sehen kann, waren wir in einem ehemaligen Friseur untergebracht und hatten natürlich auch die Haare schön!



























Ein paar andere Aussteller habe ich sehen können, aber bei weitem nicht alle.


Unser Blick von innen.





Das Klavier trägt einen Sommergarten , in alter Keramik aus den 30ern. Ich mag diese Farbe sehr.



























Was die zartvioletten Blüten für welche sind, wüßte ich gern. Vielleicht kennt sie jemand?







Noch mal ein Beitrag aus der Letterjournalrunde zum Thema Grün und in mini zum Freitagsfisch.

Kommt gut durch die Hitze an diesem Wochenende!

verlinkt zu  Holunderblütchen































Noch ein Letterjournalbeitrag zum Thema Grün

Efeu - immergrün

Wir bleiben mal gleich bei Grün, bei immergrün! Bevor Ghislana ihren Naturdonnerstag nicht mehr betreibt, den ich gern gelesen habe, möchte ich auch einen kleinen Beitrag hinzufügen.




Bei uns in der der Nähe habe ich über Jahre einen alten Efeu bewundert, der durch einen schmiedeeisernen Zaun gewachsen war und mit ihm absolut eine Symbiose bildete. Nach dem Zaun  zu urteilen war er 100 Jahre minimum schon am Wachsen. Immer wollte ich davon ein Foto machen, bis ich mal mit Schrecken sah, dass der alterschwache Zaun abgebaut wurde und hatte große Bange, dass der Efau auch gehen muß.
Man hat ihn erhalten und ihm etwas Neues zur Unterstützung gebaut, was mich sehr gefreut hat.




 In diesem großen Knoten steckt noch ein Reststück Zaun, mit dem er sich auf ewig verbunden hat.




Jetzt trägt er sogar ein Schild "Dickster Efeu Sachsens".

Ich finde es ganz wunderbar, dass man sich so liebevoll Mühe gegeben hat, solch ein Stück Natur mit langer Geschichte zu erhalten.

In einem Schloßpark in der Nähe der Müritz in Mecklenburg sind wir das erste Mal mit der Artenvielfalt von Efau in Berührung gekommen. Eigentlich immer nur als schlichtes Rankengewächs wahr genommen, gibt es eine Unmenge an Sorten, was uns sehr überraschte.

Hier kann man nachlesen, was er noch so alles kann von Heilkräften angefangen, von der Hildegard von Bingen schon zu berichten wußte, bis Spül- und Waschmittel ist alles vertreten.





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