Falten im Kleid - Papierliebe

Nach einer Origami -Anleitung Typografisches fürs Kleid zur Papierliebe bei frau nahtlust.


Sie sind international , werden aber weiter wandern und für Postkarten  verarbeitet.

Inspiriert durch eine Ausstellung, die ich vor einem Jahr hier sah. Alltagsgegenstände aus Papier gehören in China zu einer Tradition , wenn ein Mensch geht. Man gibt dem Verstorbenen Dinge mit, die er sich gewünscht hat oder die er auf der andere Seite gerbrauchen kann. Es sind aber keine Grabbeigaben, sondern es wird sichtbar verbrannt .




Alles, was ihr hier seht, ist aus Papier. Es gab Schuhe jeder Art, Unterwäsche, Schlipse, falsche Geldscheine und auch vieles andere, aber die Bekleidung hat mich am meisten fasziniert. Wie ich das Ganze finde, ist für mich sehr zwiespältig. Unmengen von Chemie gehen bei dem Verbrennen in die Luft, denn die Papiere sind lackiert, bedruckt etc. Als ich damals von der Ausstellung las, dachte ich es handelt sich um private gefaltete Papierarbeiten, aber hier ist eine Industrie entstanden, nur zum Verbrennen.


Kommentare:

viel-krempel hat gesagt…

Tolle Kleider und die Ausstellung hätte ich auch gern gesehen...
Annette

Müllerin Art hat gesagt…

Das ist ja schräg schön, ja zwiespältig, aber sehr fazinierend. Deine Kleidchen verbrennst du aber nicht.
Ganz liebe Grüße
von Michaela

frau nahtlust hat gesagt…

Wunderschön und ja bitte: Weiter/tragen :-) Das mit dem Verbrennen und der gesamten Papierindustrie finde ich sehr interessant und wusste ich nicht. Das ist ja dann wirklich ein Riesenmarkt! Danke für die Infos.
LG. Susanne

papiertaenzerin hat gesagt…

... so feine Papierkleidchen gefallen natürlich auch einer Papiertänzerin ;-) Ich kannte diese chinesische Tradition nicht, so im großen Stil ist der Sinn für mich nicht ganz nachvollziehbar, aber in der Trauer um einen geliebten Menschen Erinnerungen, Wünsche, Träume aus Papier zu falten, finde ich eine sehr schöne Idee...

jahreszeitenbriefe hat gesagt…

Der Einblick in andere Kulturen ist immer wieder spannend und diesmal auch verstörend. Irgendwie der perfide Gipfel der ohnehin ziemlich giftigen und die Wälder verschleudernden Papierindustrie... In der Familie die Grabbeigaben aus vorhandenem Papier falten fände ich da wesentlich schöner, und vermutlich war es einmal so. Lieben Gruß Ghislana

mano hat gesagt…

die kleider sind ja wunderschön, auch die papiere, die du verwendet hast! die anleitung werde ich mir mal anschauen, denn ich kann sie mir auf karten wirklich ganz toll vorstellen.
schade, dass sich die industrie solche alten bräuche unter den nagel gerissen hat. leider ist das ja bei vielem so. sch-wegwerfgesellschaft!
liebe grüße, mano

jahreszeitenbriefe hat gesagt…

Irgendwie bin ich vorhin abgeschweift in Gedanken, vielleicht weil ich mir gerade viel Gedanken zu Papier mache... Deine Faltkleidchen sind nämlich zauberhaft, wollte ich dir gern noch sagen! Lieben Gruß Ghislana

griselda hat gesagt…

Hmm- auch hier gehen aufwändig gestaltete Särge in Flammen auf, da finde ich das mit dem Papier verhältnismäßig harmlos.....
Die Garbbeigaben unserer Vorvorfahren, der Ägypter und der Kelten hatten ja eine ganz ähnliche Funktion, das scheint kulturell übergreifend zu gelten. Deshalb finde ich es schon OK, dass es in China jetzt noch Brauch ist.
Die Kleider sind übrigens sehr hübsch, die könnte ich mir auch als Gruppe in einem Rahmen an der Wand gut vorstellen!

Flottelotta Blau hat gesagt…

Ach ist das hübsch! Ob man sich die Kleider mal zum Tanzen ausborgen darf...;-)? LG Lotta.

kaze hat gesagt…

@ Griselda

So habe ich das noch gar nicht geshen, da hast du vollkommen recht.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...