kein fliegender Teppich




Es paßt zwar nicht so ganz zu Lucys Aktion "Neues Leben für alte Kleider" aber für mich gefühlt schon - sind es doch Pullover im Geiste, die nie gestrickt worden sind. Uraltbestände habe ich verarbeitet, die die Jahre und die Verwandtschaft so herbeigetragen haben. Garne, die ich auf keinen Fall an irgendwelche Haut lassen möchte, zumal man bei solchen Knäulen ja oft nur noch durch die Brennprobe oder einen Heißwaschgang in der Maschine feststellen kann, ob da überhaupt mal ein Schaf mitgemischt hat. Bei den meisten hat es sicher nur eins daneben gestanden.



Mit einer ganz dicken Nadel habe ich 4-5 Fäden , je nach Stärke, immer gleichzeitig verhäkelt. Durch die verschiedenen Farben sind die Übergänge recht harmonisch geworden. Allerdings war es ein Kraftakt. Als das Teil größer wurde, konnte ich maximal zwei Runden am Stück häkeln, weil mir der Arm erlahmte. Also wer noch kreatives Armmuskeltraining sucht für ärmellose Sommerkleider à la Michelle Obama, ist bei so einer Arbeit genau richtig.

Ein Haus ohne Bücher ist arm,
auch wenn schöne Teppiche seinen Boden
und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.

Herrmann Hesse

Dann sind wir mit Sicherheit reich.

Kommentare:

KB Design hat gesagt…

Das war eine tolle Idee und der Teppich sieht wirklich perfekt aus. Der ist absolut nachahmenswert ☺, auch für die Oberarmmusekeln.

Liebe Grüsse
Brigitte

Anonym hat gesagt…

NA, dann nix wie ran an den Sport!

( Habe auch noch Unmengen von Wollresten),

toller Teppich,
LG Anna

Floh hat gesagt…

Erst dachte ich, du hättest die Pullover zerschnitten und verhäkelt. Das hat meine Mutter Anfang der 80iger gemacht. Wir hatten überall im Haus Häkelteppiche. Nun kauft sie diese bei Ikea - mir ist das ein Graus. Aber deiner aus alten Wollbeständen lächelt mich an. Davon habe ich auch noch einiges - Wegschmeißen schaffe ich nicht, und verstricken werde ich es nicht. Ein Teppich für den Flur - das wäre was.... (Ja, Bücher gibt es bei Dir viele und schöne!) Hustinetten Grüße

suschna hat gesagt…

Das sieht gar nicht nach Flickenteppich mit Schaf daneben aus. Die Farbverläufe sind wirklich gelungen, so dass alles aus einem Guss wirkt und trotzdem interessant. Gar nicht so leicht ist es ja auch, so zu häkeln, dass es sich nicht wellt.
Nun kann der Winter kommen (und die Oberarme sind dann wieder egal).

Nadelmasche hat gesagt…

Hallo,

sehr schön gelungen ist die Arbeit, super.
Gute Verwertugn solcher Garne.
Da habe ich sicher auch noch genug davon.

Viele liebe Grüße von Nadelmasche

griselda hat gesagt…

Nach dem Armtraining kannst du dann auch die Hessegesamtausgabe im Liegen lesen- mit ausgestreckten Armen :)

Michelle-Obama-Oberarme--->
You made my day.

Sowas ähnliches habe ich mal während eines Praktikums in einer Schalweberei mit den Webkanten gehäkelt. Das lag dann im Badezimmer meiner Studentenbude- aber so ein schönes Degradee wie bei denem Exemplar hatte mein Teppich nicht.

Lucy in the Sky hat gesagt…

Ich würde mal sagen: Auch Pullover im Geiste sind Pullover, sie haben sich nur noch nicht in dieser Gestalt materialisiert. Bzw. sie haben nicht den Umweg über den Aggregatzustand "Pullover" genommen, sondern haben gleich ihre endgültige Form und Bestimmung angesteuert. Jedenfalls eine sehr schöne Idee für Materialmassen, die man nicht mehr mag, und durch die Farbübergänge sieht der Teppich überhaupt nicht wie Resteverwertung aus. Aus heutiger Sicht, mit den ganzen tollen Garnmischungen die man bekommen kann, ist Acrylgarn ja eigentlich nur noch für Teppiche zu gebrauchen, da sind die Ansprüche mit dem Angebot gewachsen. Und wer wollte nicht Michelle-Obama-Oberarme haben? das eröffnet ja beim Handarbeiten ganz neue Aspekte!

viele grüße,
Lucy

seelenruhig hat gesagt…

Dein Teppich ist einfach nur wunderhübsch geworden - gnaz egal, wie viele Schafe da beteiligt waren! (so verfilzt es nicht so beim Waschen ;-))

viele liebe Grüße von Ellen

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