Hier kann man ein paar alte schöne Schätze sehen.
Manchmal zeigen Bibliotheken in Miniausstellungen diesen Vorsatz, weil er so besonders und im heutigem Buchvertrieb nur in bibliophilen Ausgaben oder als Einzelstücke als Künstlerbuch vorkommt.
In Halle/Saale in den Frankeschen Stiftungen, die einen alten Bibliotheksbestand haben, kann man ab und zu solche Bücher betrachten. Sammler von Inselbüchern kommen auch noch in den Genuß, aber auch dort immer seltener nach meinen Beobachtungen.
Eigentlich wollte ich diesen Post mit einem alten Buch über Kleisterpapier eröffnen, aber das scheint auf dem Postweg verschwunden zu sein. Hoffe so sehr, dass es noch auftaucht.
Meine Liebe gilt dem Herrenhuter Papier, die die Brüdergemeine so wunderbar fabriziert hat und damit einer ganzen Papiergestaltung einen Namen verpaßt hat. Vorrangig wurde in mehreren Arbeitsgängen bemustert, oft erst kleinteilig und dann mit Fingern. Mit unserem eigenen Werkzeug , der Hand, lassen sich die erstaunlichste Dinge tun auf dem Kleistergrund. Durch das Arbeiten entsteht eine große Tiefe und scheinbare Plastizität. Die meisten meiner Papaier sind so entstanden, ein Färbekamm zieht Streifen, ein Gummipinsel oder meine Finger verdrängen die Kleistermasse.
Durch Kreisen mit dem Finger entsteht diese Optik. Mit der Kleistermasse bin ich im Pastell geblieben, falls sich jemand über schwarz wundert. Man kann die Vorgaben der Aktion ja verschieden interpretieren. Ich habe durchweg Zellleim als Grund gewählt, da ich damit immer gute Erfahrungen gemacht hatte.

Ich habe drei Varianten an Karten verschickt, Patchwork bzw. Mosaik, Kreise und etwas Illustratives.
Ich hoffe alle Sendungen sind eingetroffen und beleben den Postverkehr. Mit Eddingstiften läßt sich auf allen Kleistergründen gut schreiben.