Posts mit dem Label Buchbesprechung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Buchbesprechung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Bunter Freitag

 
















Mal wieder das Klavier geschmückt, leider gab es keine Dahlien, die ich so gern genommen hätte, aber die Astern mit dem weißen Rand gefielen mir.
















Schöne Post war eingetrudelt, immer eine große Freude! Besten Dank an Mano und Anne-K. Die Samen werden hoffentlich aufgehen, ich freue mich schon auf die Silbertaler.















Es gibt viel zu tun! Neue Schätze sollen entstehen.

 
















Nachdem ich letzte Woche begeistert in Leipzig in der Sonderausstellung der Nationalbibliothek zur  "Verbrieften Freundschaft" von dem Illustrator  Axel Scheffler war, mußte ich mir unbedingt das Buch kaufen, dass zum Thema erschienen ist. Zu schön seine Umschläge aus Jahrzehnten.
















Als bekennender Briefeschreiber habe ich auch ab und zu meine Umschläge gestaltet, aber nie in dieser Konsequenz. Mit soviel Witz und Liebe, es war ein Genuß es zu sehen. Und klar, dass die Empfänger diese Briefe aufbewahrt haben - lange. Hoch lebe die Post! Die Ausstellung ist bis zum 30.12. verlängert worden.

Verlinkt zu Holunderblütchen

Kunst trägt uns

Das neue Jahr hat begonnen und Weihnachten und der Jahreswechsel sind hier im Blog nicht aufgetaucht. Sie fanden statt, auch bei uns und sogar in ziemlicher aktionsreicher Dichte. Das erste Weihnachten mit Énkelmaus, der Trubel war groß, die Vorhaben und Werkeleien davor auch.

Ich wünsche uns sehr, das wir hier weiterhin Kontakt halten, gesund und mit Zuversicht in die doch manchmal nebulöse Zeit blicken. Uns gegenseitig inspirieren und immer voneinander lernen können. Die Kontakte, die sich über die Jahre des Bloggens ergeben haben,  möchte ich nicht mehr missen! Dafür bin ich diesem Medium sehr dankbar.

Besondere Geschenke und Gaben zu sehen, erfreut die Sinne und regt an. Ich hoffe es geht auch so.

Wie nahrhaft wichtig Kultur ist, ist keine Frage für mich. Für viele kulturuelle Einrichtungen war die Onlinepräsenz die einzige Möglichkeit Kontakt zu halten.  Sehr toll fand ich z.B. zum Pandemiegeginn eine Aktion des Gettymuseums Los Angeles, von dem ich in einem Blog las.
Es wurde aufgerufen Bilder des eigenen oder anderer Museen zu Hause nachzustellen mit den Dingen, die gerade vorrätig und per Foto einzuschicken. Eine geniale Idee, wie ich finde.



 

Zu meinem Erstaunen bekam ich von meiner Tochter, ohne das sie von meiner Begeisterung wußte, ein kleines Buch zum Fest 20 , in dem das  Gettymuseum viele Einsendungen veröffentlicht hat. Eine Quelle der Inspiration, der Lebenfreude, der Lust am Gestalten. Immer wieder nehme ich dieses Teil in die Hand und schließe es mit beseeltem Gesicht - einen besseren Ausdruck finde ich gerade nicht. Es ist köstlich, weckt die kreativen Lebensgeister!

Ich bin mir sicher, nie wieder vergißt ein Mensch das Kunstwerk, welches er so nachgestellt hat. Kein Kontakt als purer Betrachter könnte intensiver sein.

Die "Dame mit dem Hermelin" von da Vinci  hing bei meinen Elteren viele Jahre, damit  bin ich sozusagen groß geworden. 


Als eine Einrichtung in Wittenberg so etwas im Sommer zu Cranach machen wollte, konnten die Jüngste und ich nicht widerstehen. Die Suche eines geeignteten Bildes war nicht so einfach, weil es vorrangig Porträts und biblische Darstellungen sind, denen man schwer Humor abringen kann, trotzdem war das ein sehr intensiv fröhlicher Nachmittag.

  Lucas Cranach  "Judith mit dem Haupt des Holofernes" 1530 (Dessau/Wörlitz)

"Bildnis einer Frau" 1508 (Bern)

Alles was Haus und Hof hergaben, wurde benutzt: Plastiktüte, Küchenpapier, Gipsbüste, Stoffreste aller Art...Ihr glaubt gar nicht wieviel Aufnahmen wir gemacht haben, ehe wir etwas zufrieden waren. Licht Blickwinkel, Haltung...

 


 Mein Geburtstagsgruß hält noch tapfer, obwohl er mit der Post reiste und grüßt jeden Morgen.

 


Um Blumen zum Jahreswechsel muß ich mich nicht kümmern, sie kommen ganz allein und erfreuen in der dunklen Jahreszeit besonders.

Hier bleibt traditionell alles noch ein wenig stehen und muß nicht sofort weichen. Ein Quell der Freude war die viele liebe Post, die mich erreichte. Ich bedanke mich sehr herzlich !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 

Hoffentlich schaffe ich es wieder hier öfter, dann wird es auch nicht so üppig .

Verlinkt zu https://holunderbluetchen.blogspot.com/

Das Glück zu schreiben

Post zu bekommen und selber zu schreiben, zu gestalten, gehört schon immer zu meinem Leben und ich finde es ein wichtiges und tolles Geschenk, Postfreunde zu haben und das auch weiter zu vermitteln. In einer postafinen Familie groß geworden, schreiben auch unsere inzwischen erwachsenen Kinder trotz digitaler Kommunikation weitaus öfter auf Papier, als ihre Altersgenossen. 

  

Post ist in unserer ganzen Wohnung zu finden und die letzten oder Lieblingsstücke möchte ich meist in Sichtnähe haben, um mich daran täglich zu erfreuen. Ihr erkennt hier sicher auch einige Schreiber. Eine Postkarte ist die kleine Kunst für zwischendurch! Ohne Postkarte kann ich mir ein Leben nicht mehr vorstellen.


 
                   Jede Stelle wird genutzt, wer den Spiegel an sich braucht, muß sich verrenken.

 


 

 

Überraschende Post von Astrid und eine heißgeliebte Karte von Melanie Geranin, die schon lange an unserem Flurspiegel steckt. 

Deshalb ist es ein echtes Fest, dass Tabea und Michaela so ein wunderbares Buch im Hauptverlag veröffentlicht haben. Über die Lust, die Vielfalt und das Glück zu schreiben. Ein ästhetischer Hochgenuß in diesem Buch zu blättern, anregend, informativ und natürlich für alle Leser und Akteure der Postkunstaktionen der Autorinnen ein Wiedersehen mit langjährigen Aktivisten!


Ein ganz großes Lob für das tolle Layout, das Buch ist preisverdächtig! Chapeau meine Damen!



Auch wunderbar zu lesen wie die zwei Autorinnen zur Post und dem Schreiben stehen, obwohl wir uns schon etliche Jahre lesen, war es wie ein schönes Sommerinterview für mich. So wurde mir wieder bewußt, dass ich tatsächlich an der ersten Postaktion von Michaela teilgenommen habe. Leider kamen von den Karten aus Kroatien damals einige nicht an. Berührt hat mich im Text von Tabea die Erinnerung an schoko casana rosso, einem Berliner Künstler, der leider früh verstorben ist. Ein paar Jahre hat er erfolgreich internationale Mail-art-aktionen initiiert, an einigen davon durfte ich auch teilnehmen .
Für die Bewerbung hat er sich immer mit einer eigenen Karte bedankt. Seine Post ist ein besonderer Schatz für mich.





















Hier vier seiner Karten!


















Eurem Buchkind ein tolles Leben!

Ich bin berührt und begeistert. Es soll noch viele viele Leser erreichen und inspirieren zu Papier und Stift zu greifen, dabei  geht es um so viel mehr als nur das Schreiben. Ein ganz wunderbares Geschenk!


Diesen Post dürft ihr als echte Werbung verbuchen, die ich aus freien Stücken schreibe.
Obwohl hier ein Belegexemplar zu sehen ist, wird dieses Buch gekauft und verschenkt.


von der Kultur - Geschichte des Strickens

Da Weihnachten und Geburtstag bei mir sehr nahe liegen, kommt manchmal ein feiner Berg Bücher zusammen, worüber ich mich natürlich sehr freue.
 
Eine sehr schöne Mischung war es dieses Mal, darunter auch zwei Strickbücher. Das eine war eine besondere Überraschung (ich danke dir meine liebe P.), denn ich hatte es noch nirgendwo gesehen .




Es ist eine Kulturgeschichte des Strickens, was der Titel leider nicht gleich verrät (sondern nur die Rückseite), was ich sehr schade finde, denn vom Cover vermutet der geneigte Leser wahrscheinlich ein Geschichtenkonvolut, in der Stricken vorkommt. Keine Prosa, ein wirkliches Fachbuch. Es beglückt beim Lesen sehr, erst recht, wenn man gern auf kulturhistorischen Pfaden unterwegs ist.
Vieles wird berührt , was bei Suschna schon oft Diskussionsthema war, das Alter der Technik, die Verschiedenartigkeiten des Strickens der Länder, der seit dem 19.Jh. verbreitete Unglaube Handarbeit sei ein Frauenmetier etc.pp. Habt ihr euch auch schon oft in Museen geärgert, wenn man bei Legenden zu Fotos oder Bildern sticken statt stricken steht, oder häkeln und stricken nicht auseinandergehalten werden kann?

Allein die Abschnitte über das Alter dieser Technik, war für mich wie ein Krimi, denn ich kann mir  gut vorstellen,  da Ausgrabungen Männersache waren , Zuordnungen schon in sehr früher Zeit falsch gemacht wurden. Die ersten Strickereien waren wohl aus Seide und kommen aus dem Orient. Seide ist das Material, was sich zuerst zersetzt bzw- zerfällt, also nicht mehr auffindbar wäre.
Jedenfalls gibt es reichlich Lesestoff zum Nachdenken und diskutieren. Man möchte mit der Autorin sofort ins Gespräch kommen!
Es geht auch ganz aktuell zu - Autorenrechte, Nachhaltigkeit, Geschäftsideen...
Auch die Frage nach Entlohnung damals und heute wird nachgegangen, ein wichtiges Thema!

Die Autorin hat norwegische Wurzeln , ist mit dem Stricken groß geworden und das Buch liest sich für mich unglaublich spannend. Ich habe so viel Neues erfahren über die Geschichte des Strickens, so dass ich jetzt auch viele historische Stück, die ich mir im Verlaufe der letzten Jahrr zu textilen Ausstellungen angesehen habe, nochmal ganz anders zurückrufe.

Ein wirklich interessantes Buch, dass ich nur empfehlen kann, der sich für textile Kulturgeschichte interessiert und für begeisterte Stricker/innen sowieso.



Aus dem zweiten Strickbuch, dass seit letzten Jahr im Netz die große Runde macht, sind gerade diese Strümpfe fertig geworden. Ich finde die Socken im Buch alles sehr ästhetisch, aber für mich die ideale Möglichkeit Reste zu verarbeiten und damit wieder neu zu kreieren. Macht noch mehr Spaß, finde ich!

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...