Kunst trägt uns

Das neue Jahr hat begonnen und Weihnachten und der Jahreswechsel sind hier im Blog nicht aufgetaucht. Sie fanden statt, auch bei uns und sogar in ziemlicher aktionsreicher Dichte. Das erste Weihnachten mit Énkelmaus, der Trubel war groß, die Vorhaben und Werkeleien davor auch.

Ich wünsche uns sehr, das wir hier weiterhin Kontakt halten, gesund und mit Zuversicht in die doch manchmal nebulöse Zeit blicken. Uns gegenseitig inspirieren und immer voneinander lernen können. Die Kontakte, die sich über die Jahre des Bloggens ergeben haben,  möchte ich nicht mehr missen! Dafür bin ich diesem Medium sehr dankbar.

Besondere Geschenke und Gaben zu sehen, erfreut die Sinne und regt an. Ich hoffe es geht auch so.

Wie nahrhaft wichtig Kultur ist, ist keine Frage für mich. Für viele kulturuelle Einrichtungen war die Onlinepräsenz die einzige Möglichkeit Kontakt zu halten.  Sehr toll fand ich z.B. zum Pandemiegeginn eine Aktion des Gettymuseums Los Angeles, von dem ich in einem Blog las.
Es wurde aufgerufen Bilder des eigenen oder anderer Museen zu Hause nachzustellen mit den Dingen, die gerade vorrätig und per Foto einzuschicken. Eine geniale Idee, wie ich finde.



 

Zu meinem Erstaunen bekam ich von meiner Tochter, ohne das sie von meiner Begeisterung wußte, ein kleines Buch zum Fest 20 , in dem das  Gettymuseum viele Einsendungen veröffentlicht hat. Eine Quelle der Inspiration, der Lebenfreude, der Lust am Gestalten. Immer wieder nehme ich dieses Teil in die Hand und schließe es mit beseeltem Gesicht - einen besseren Ausdruck finde ich gerade nicht. Es ist köstlich, weckt die kreativen Lebensgeister!

Ich bin mir sicher, nie wieder vergißt ein Mensch das Kunstwerk, welches er so nachgestellt hat. Kein Kontakt als purer Betrachter könnte intensiver sein.

Die "Dame mit dem Hermelin" von da Vinci  hing bei meinen Elteren viele Jahre, damit  bin ich sozusagen groß geworden. 


Als eine Einrichtung in Wittenberg so etwas im Sommer zu Cranach machen wollte, konnten die Jüngste und ich nicht widerstehen. Die Suche eines geeignteten Bildes war nicht so einfach, weil es vorrangig Porträts und biblische Darstellungen sind, denen man schwer Humor abringen kann, trotzdem war das ein sehr intensiv fröhlicher Nachmittag.

  Lucas Cranach  "Judith mit dem Haupt des Holofernes" 1530 (Dessau/Wörlitz)

"Bildnis einer Frau" 1508 (Bern)

Alles was Haus und Hof hergaben, wurde benutzt: Plastiktüte, Küchenpapier, Gipsbüste, Stoffreste aller Art...Ihr glaubt gar nicht wieviel Aufnahmen wir gemacht haben, ehe wir etwas zufrieden waren. Licht Blickwinkel, Haltung...

 


 Mein Geburtstagsgruß hält noch tapfer, obwohl er mit der Post reiste und grüßt jeden Morgen.

 


Um Blumen zum Jahreswechsel muß ich mich nicht kümmern, sie kommen ganz allein und erfreuen in der dunklen Jahreszeit besonders.

Hier bleibt traditionell alles noch ein wenig stehen und muß nicht sofort weichen. Ein Quell der Freude war die viele liebe Post, die mich erreichte. Ich bedanke mich sehr herzlich !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 

Hoffentlich schaffe ich es wieder hier öfter, dann wird es auch nicht so üppig .

Verlinkt zu https://holunderbluetchen.blogspot.com/

12 Kommentare:

  1. Herrlich, die nachgestellten Motive, so etwas mag ich auch sehr!
    Kennst du muse_liza auf Instagram? Sie macht das auch, sehr professionell.

    Herzliche Grüße aus der Ferne - und vielleicht bis zum Sommer?

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    1. Nein, kannte ich noch nicht, danke für diesen Tipp.
      Vielleicht, würde mich freuen.

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  2. ich kann mir richtig gut vorstellen, was für spaß euch das nachstellen der kunstwerke gemacht hat! es ist euch wirklich wunderbar gelungen. herrlich die "zutaten" ( das schwert!!) und eure mimik und gestik ist gut getroffen.
    liebe grüße
    mano

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    1. Besten Dank, ich freue mich, dass du es für gelungen hälst.

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  3. Was für ein Aufwand! Eure Bilder sind toll geworden und ich habe mich köstlich amüsiert über all diese Ideen.

    Ich freue mich, dass du der Bloggerwelt erhalten bleibst. Der Start ins neue Jahr hat ja schon mal gut geklappt.

    Liebe Grüße
    ela

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  4. Wie konntest du uns diese herrlichen Portraits von euch Beiden nur so lange vorenthalten!? Den Spaß beim Nachstellen kann ich so richtig gut nachfühlen.
    Deine Tochter als Judith ist einfach köstlich...und dieser tolle Hut!
    Ja, ich hatte diese fantasievollen Berühmtheiten auch auf Insta verfolgt und war begeistert!
    Sich Verkleiden, in eine andere Rolle schlüpfen, das mögen nicht nur Kinder!
    So ganz Verschwinden will ich aus der Bloggerwelt ja auch nicht - zumindest unser Texturenprojekt wird dort erscheinen.
    Liebe Grüße - Ulrike

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    1. Ja, ich hatte so einiges aufgeschoben und nun wurde es ein langer Post. Mit dieser schönen Judith wären wir vielleicht auch ins Buch gekommen.

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  5. Wunderbar -und ja, auch ich freue mich sehr, dass man hier weiterlesen und mitverfolgen darf.Ein Weihnachten mit Enkelkind ... das klingt nach viel Herzenswärme. Die Bilder hingegen sind eine Augenweide.

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  6. Geniale Aktion, ich kannte sie nur aus den Niederlanden unter #tussenkunstenquarantaine
    Toll, dass ihr mitgemacht habe und ich finde dein Bildniss genial!
    Ja, die Bloggerkontakte sind so wichtig und habe ich gerade das Gefühl, dass es sich wieder findet? Ich hoffe es und bleibe dran....
    Ganz liebe Grüße und ein kreatives Jahr.. Glückwunsch noch zum Geburtstag?
    Liebe Grüße
    Michaela

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    1. Noch eine Adresse, die ich mir ansehen muß, Danke.Ja das Jahresende hat es in sich, so dicht braucht man es nicht, aber ist halt so.

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  7. Liebe Karen,
    Eure Bilder sind der Knaller, ganz großes Kino.
    Genial welche Materialien Ihr verwendet habt, das können nur Kreative.
    Nachträglich alles Gute zum Geburtstag, für Dein neues Lebensjahr viel Glück, Zufriedenheit und vor allem Gesundheit.
    viele Grüße Margot

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  8. Genau, die tussenkunstenquarantaine, von der Michaela schrieb, hatte ich auch auf Insta abonniert, so ein herrliches Projekt. Gettymuseum also auch. Und ihr beiden, prima! Was für eine Kurzweil... Ich versuche mich wieder einzuschwingen ins Bloggen und Lesen, schauen wir mal 😍. Lieben Gruß, zweimal werden wir noch wach... Ghislana

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