in Schuhen ins Paradies ? Mustermittwoch

Ein Kalender, der mir fast jeden Tag ein neues Paar Schuhe zeigt, war Inspiration für den heutigen paradiesichen Mustermittwoch bei der Müllerin. Auf dem Weg zur neuen Sommerpostaktion kam das Paar wie gerufen. Über und über mit kleinen Glasperlen auf Leder gestickt von Chirokee, kann ich  mir ganze Landschaften vorstellen.




 Paradiesisch laufen kann man in Mokkasins sicher auch, samtweich wie barfuß, also könnten auch Schuhe selber ein Thema sein. Es wird spannend, denn es ist so wunderbar vielfältig interpretierbar!


Die unendlichen Socken

Ich habe schon ein paar mal erzählt, dass Strümpfe immer  Strickprojekte sind, die mich das ganze Jahr über begleiten, weil gut mitnehmbar und ich nicht friere, wenn ich stricke.
Im Januar habe ich ein paar Socken angefangen nach eigener Idee , weil ich das Grafische liebe, aber es ist ein Weg mit Hindernissen und bin immer noch nicht fertig.
 

Aufgezeichnet habe ich mir ein Zickzack auf Karopapier und losgestrickt. Nach circa 10 cm merkte ich, das geht niemals über die Ferse, ribbeln! Neu angefangen, wieder zu eng.Ribbeln!  Es ist so enorm, wie das Muster schluckt, jetzt bin ich bei 80 MA, sonst stricke ich 64. Tapfer hatte ich einen Strumpf fertig, nun sieht der zweite aber mit der Ferse ganz anders aus. Aus unerfindlichen Gründen ist die Ferse viel größer????? Ich habe x mal nachgezählt, die Maschenzahl war gleich, obwohl das auf dem Foto anders aussieht. Leider ist mir das aber nicht gleich aufgefallen. So habe jetzt erneut geribbelt und versucht es wieder auf die Nadeln zu bekommen. Wer schon mal ein zweifarbiges Strickstück getrennt hat, weiß wie pipelig das ist.
Nun hoffe ich einfach, dass es dieses mal genauso wird, wie beim ersten Strumpf. Denn eigentlich möchte ich endlich was anderes anfangen, wo man auch mal nicht hinsehen muß. Bei den zwei Farben und dem Muster muß man wirklich immer genau ein Auge drauf haben, sonst wird nix.
Grundsätzlich plädiere für Einsocken Paare.Nach der ersten bin ich nämlich ausreichend erfüllt vom Muster und muß mich zur zweiten immer heftigst überreden. Geht euch das auch so?
Wünsche euch ein feines Wochenende!

Als die Buchstaben laufen lernten


Diese Woche unternahm die Kalligrafiegruppe "Papiergeflüster" einen Ausflug nach Leipzig ins Museum für Druckkunst. In Leipzig-Pragwitz gibt es seit einigen Jahren ein Museum, welches eine große Sammlung Druckmaschinen beherbergt, sowie das Schriftgießen zeigen kann, die für das Setzen notwendig waren, bevor Offset- und Digitaldruck die Printwelt beherrschten. Ein Bogen von Gutenberg bis heute sozusagen, rund 550 Jahre Druckgeschichte.

Postkarte aus dem Museum, natürlich Handsatz.

Die Ästhetik der alten Maschine und die Arbeitsweise, die wir teilweise noch in Funktion sehen konnten, war beeindruckend. Wie komplex im 19.Jh bereits Maschinen gearbeitet haben, läßt einen staunen. Die Geschichten, die hinter der jeweiligen Entwicklung der Maschine stecken nicht minder, durch eine Führung haben wir viel erfahren. Alte Setzer konnten ihr Wissen an junge weitergeben, auch wennn es nur im Museum aktiv genutzt wird, so geht doch solch Wissen wenigstens nicht verloren.

 Zum Schluß stand jeder an einem Setzkasten und konnte ein Zitat oder ähnliches "zusammenbasteln", denn das trifft es am ehestens. Klitzekleine Buchstaben im großen Setzkasten finden, an die richtige Stelle plazieren , da ja seitenverkehrt, klingt lächerlich einfach, hatte aber seine Tücken. Beim Füllen der Leerstellen bekamen wir Hilfe.




 Ich stand  bei der Times, die ich sehr schätze und habe beim ersten Drucken zu heftig am Rad gedreht, so dass eine Erschütterung entstand, die die Dopplung verursacht hat. Ein Zitat von Oskar Wilde war meine Wahl und ich habe dann erst später gesehen, wieviele falsche Buchstaben ich gegriffen hatte.

Oben und unter gedruckt, Mitte zeigt die Druckplatte
In einer Ausstellung wurden "Gedruckte Werte "- Aktien gezeigt. Die extrem aufwändig gearbeiteten Papiere waren schon kleine Kunstwerke, die einen staunen lassen in ihrer präzisen Feinheit.
Prächtige Schiffe, rauchende Schornsteine, fauchende Krokodile - historische Aktien entführen  in eine reiche Bilderwelt. Auf diese Weise wurde das Unternehmen sichtbar. Neben exklusiver Rahmengestaltung transportieren vorallem Bildinhalte Botschaften der Firmen.
Geblieben ist von dieser Art Wertdruck nur noch ein wenig auf Geldscheinen und auf Steuermarken der Zigaretten.

Es war ein sehr informativer Tag, der mal wieder gezeigt hat wie wichtig es ist, altes Wissen und Handwerk zu bewahren und welch ein riesengroßer Unterschied in einer handgesetzten Schrift zu jeder Computerschrift besteht. Sowohl von der Arbeit, als auch von der Ästhetik.


Paradiesisch lecker - Mustermittwoch

Ins Drucken werde ich mich beim Sommerprojekt von Michaeal und Tabea stürzen ,wieder eine herrliche Idee! Heute geht es lecker zu, denn es gibt auch Genüsse, die paradiesisch sind.


 
Und aus einem früheren MusterMittwoch stammt diese Zahntropfvariante. 


Vogel schriftlich

Nein, hier sind nicht schon Ferien ausgebrochen, es ist wie immer, der Alltag hatte genügend Überraschendes und Ungeplantes in petto. Ich habe mich riesig gefreut über die Teilnahme und die große Resonanz zur letzten Stoffspielerei und tüchtig Lust weiter zu experimentieren und da Schrift und Textil  sowieo hier ein Thema sind, wird es wohl noch öfter ein Zusammentreffen geben.

Der Piepmatz sollte es auf ein Geschenk schaffen, blieb aber wetterbedingt dann doch zu Hause und reist deshalb noch zu Frau nahtlust, denn ihr Junithema sind Vögel.



Alte Buchseiten, Vogelkörper mehrlagig, Flügel :eine ganze Seite komplett plissiert, durch einen Schlitz gesteckt und in Schwanzhöhe zusammengeklebt.

verlinkt zum creadienstag.
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