Karo - Mustermittwoch

Heute mal wieder dabei bei der Müllerin zum MM -Thema Karo, so schön vielfältig!

Karo geschnitten, es grünt so grün

























Karo gezeichnet wie Webkaro

Karo gestempelt und überzeichnet
Die Karos der schottischen Hochlandclans zu weben, muß  pannend gewesen sein, kannn man doch mit wenigen Farben enorm unterschiedliche Wirkung erziehlen.


Karo aus Papierstreifen gewebt

Da alle Postkartenpappen aus Verpackung und Papiere aus alten Zeitschriften sind, wandert es noch gleich zu Frau Nahtlusts Papierliebe , die diesen Monat alles zum Thema Upcycyling sammelt.




















karo aus Papierstreifen gewebt

vom schreiben und küssen

Ich fand es ganz toll wie ihr mir nach dem Siebdruckpost Mut gmacht habt. Vielen Dank, ich werde weiter üben. Üben ist bei vielen Aktivitäten wirlich notwendig. So wie ich ein Skizzenbuch habe, gibt es inzwischen auch ein Schreibbuch, weil ich festgestellt habe, das es Sinn macht, ab und zu auch mal nachschlagen zu können. Denn es gibt Schwünge und Buchstabenverbindungen, die man sich hart erarbeitet, auch wenn es nachher ganz leicht aussieht. Durch Anja von wortspuren war ich im Januar auf die letterattack von Frau Hölle gestoßen. Dort geht es ums tägliche Schreiben mit einem brushpen, die es inzwischen von ganz vielen Firmen gibt. Täglich komme ich nicht dazu, aber ab und an zu später Stunde werden  Stifte geschwungen.

Das Buch ist aus graugrünem Kraftpapier, deshalb sieht alles etwas düster aus. Für die Stifte aber ein perfekter Untergrund.






 

Eine Pop-up-Karte für einen neuen Erdenbürger.


Und beim letzten Besuch im Schreibwarenladen, bekam ich dann diese Tüte mit! Aha! Wieder was gelernt, wer sagts denn - schreiben macht also noch mehr Sinn! Unbedingt weitersagen!

Verlinkt zum creadienstag.

Summer Shawl Knit Along

Ich hatte "heimlich" angefangen, weil so inspiriert von den vielen schönen Tüchern bei Monikas Tücher- Knit Along. Hier schon mal den Anfang gezeigt. Komplett aus Resten und Bestand. Nun mische ich mich heimlich in das zweite Finale.


Denn es ist fertig , gewässert und gespannt. Ich habe ja alles ein wenig anders gemacht, so dass es für meine gemischten Farben passte, die auch alle unterschiedlich dick waren. Der Rand sollte schwarz werden, da meines aber hauchdünnes Mohair ist, habe ich dann die Maschenzahl verdreifacht und rechts links gestrickt, um etwas Volumen zu bekommen. Vor dem Wässern, sah es noch üppiger aus.

 
Den Anfangszipfel habe ich durch Spannen nicht ganz wegbekommen, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich mit 2er Nadeln gestrickt habe (im Original 3,5) und mehr Maschen brauchte für die gleiche Strecke. Farblich bin ich zufrieden, aber erstaunt war ich, dass mir das Mohair am Hals nicht so angenehm ist wie gedacht, es krabbelt tüchtig. Gibt es auch noch Unterschiede bei Mohair?


Das color affection ist so ein Ding zwischen Tuch und Schal , das finde ich sehr praktisch.

Frühling läßt sein blaues Band

So- ein letztes mal im April, ehe hier das große Gähnen am Montag einsetzt. Eine Versuch auf dunklerem Untergrund und weniger Farben. Hier war jetzt weiß als Acryl unterwegs und schon mußte ein Edding zusätzlich ran, weil die einfachen Fineliner sich auf dem weiß wegwischen ließen.






















Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
  Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike (1804 – 1875)

Beim Blau fiel mir wieder eine der esten Frühlingsaktioen von Tabea und Michaela wieder ein , bei dem dieses Gedicht rumreiste.

Nun bin ich gespannt, welches Maithema Frau Nahtlust für die Papierliebe ausgebrütet hat, aber ich kann mit Blumen noch weiter, was mir vor 4 Wochen nicht träumte.

Stoff gefaltet - futuristische Vase - Stoffspielerei April


Plissee - ein ambivalentes Thema. Ich war baff erstaunt, als Lucy es zum Thema der Stoffspielerei wählte, kann man doch nur mit fremder Hilfe Plissee erzeugen. (obwohl inzwischen jede eng gelegte Falte so benamt wird) Es kommt alle Jahr mal wieder, aber es gibt weniges, was ich wirklich begeisterungswürdig finde. Man unterscheidet zwischen gewebtem Plissee, Wirkplissee, Strickplisse und dem chemisch-technischen Plissee.
Ein historischer Ausflug gehört bei diesem Thema unbedingt dazu.

Als ich Schulkind war, hatte wohl jede Frau einen Plisserock im Schrank. Das war so ein ganz braver Klassiker. Frau Mama trug einen mit buntem Karo, das war schon besonders. Plisseebrennereien gibt es nur noch sehr wenige. Man konnte einen Stoff gesäumt (sehr wichtig) dorthin bringen und sich Falten brennen lassen.   
Hier praktiziert Familie Gießmann aus Berlin das noch. Es gibt Liege-oder Stehplisse und natürlich verschiedene Tiefen.Und natürlich Sonnenplissee. Für jede Sorte eine ziemlich große gefaltete Pappschablone, in die der Stoff eingelegt wurde. Ein richtiges Handwerk ist/war das. Das Entscheidende ist eigentlich der synthetische Anteil im Stoff, damit die Falten dauerhaft bleiben. Hier gibt es einen kleinen Film mit Werkstatteinblick.

 Albrecht Dürer                                                                
" Nürnberger Frau beim Kirchgang"                                            ungarische Tracht Palóc


Aber auch schon vor der Erfindung der chemischen Faser fand man an eng gefaltetem Stoff gefallen, die Üppigkeit stellte einen besonderes Reiz dar. Zwei Postkarten. Auch in Trachten kommt so etwas schon  in Baumwolle vor. Eng gelegt und im Backofen mit heißem Brotteig (!) fixiert, hat man solche Röcke geschaffen. Die Stoffmenge ist gigantisch. Festtagskleidung wurde geschont und in Truhen gelagert, so konnten sich diese Falten erhalten. Mit Berührung von Wasser, wären sie schnell verschwunden.

In den 20er Jahren fiel das spanische Universal-Genie Mariano Fortuny (1871 -1949) mit wunderbar körperumspielenden Kleidern auf. (er war auch Bildhauer, Maler, Erfinder, Designer etc) Seine Modelle sind exquisite Exponate in Modesammlungen von Museen. Sie waren aus reiner Seide und wurden anfangs nur von wenigen mutigen Frauen, oft Tänzerinnen getragen, denn viel Unterkleidung vertrug sich nicht mit der Silhouette. Er hat ein geheimes Verfahren entwickelt, bei dem seine selbstgefärbten Seiden fast permanent die feinen Falten behält und hat bis 1949 diese wundervollen Kleider gerarbeitet.


Die Seiten wurden oft mit Glasperlen aus Venedig verziert, in deren Nähe er seine Werkstatt hatte (hier  und hier auch gut zu sehen ) Sie waren als Schmuck und wohl auch als Gewicht, um die Körperlinie zu unterstreichen. Die Plissierten Teile sind oft durch Schnürungen oder Perlen beweglich verbunden. ich nehme an, er wollte verhindern, das Nähte die Beweglichkeit des Stoffes behindern.
Das Detailfoto oben stammt von Augusta auctions, einem NY er Auktionshaus, die sich nur um Kleidung kümmert, der blanke Wahnsinn für Mode- und Textilfreaks! (der link führ euch direkt zum Katalog von 2016)


The Metropolitan Museum of  Art New York







Fortunys Kleider wurden gewickelt und in Hutschachteln aufbewahrt. Erinnert ein wenig an die Krinklewelle, bei der man feucht verdreht Blusen und Röcke zum Trocknen lagern sollte, um die Knitterfalten wieder schön hinzubekommen.
Solch ein Kleid mal auf der Haut tragen, wäre schon mal ein lohnenswerter Traum.
In dem FAZ- Artikel kann man nachlesen, was aus der Werkstatt inzwischen geworden ist .

Ob man Schottenröcke zum Plissee zählen darf, obwohl es ja klassisch eher ein Wollstoff ist, dem man Falten einbügelt hat, weiß ich nicht.
Als Zierbesatz kam Plissee auch immer mal wieder zum Einatz, als Jabots, Ärmelrüsche und Schaltuch.
Auch als Bolereo und Schmuckrosetten -

Auch ich habe schon einen Plisserock kurzzeitig getragen. Metallic und fast bodenlang, ein runtergesetztes Teil. Ich fand das damals ziemlich raffiniert und zog es Silvester an, bis die kleine Tochter meinte: " Mama du siehst  aus, als wenn du in einer Blechtonne stehst!". Tja, seit diesem Zeitpunkt hatte ich kein ungetrübtes Verhältnis mehr zum Blechbüchsenrock.
Es sah ungefähr wie hier der rechte Rock aus, nur silbern, aber bereits Anfang der 90er, nicht 2015.

Ein Rest Plissee  ist die Basis für ein futuristische Vase à la Fortuny. Vier Linien quer zum Plissee  werden auf Gummi genäht und zum Schlauch geschlossen, schon kann man jeder Flasche oder Vase ein neues ungewöhnliches Kleid verpassen. Unendlich viele Möglichkeiten ergeben sich durch zupfen und verschieben der Gummis.





Die Ausleuchtung von schwarz ist wirklich nicht leicht.Seltsamerweises sieht ein Fotos aus , als wären gar keine Falten vorhanden. Das ist mir aber erst hier aufgefallen.

Die monatliche Stoffspielerei ist eine Aktion für textile Experimente. Sie ist offen für alle, die mit Stoff und Fäden etwas Neues probieren möchten. Der Termin soll Ansporn sein, das monatlich vorgegebene Thema soll inspirieren. Jeden letzten Sonntag im Monat sammeln wir die Links mit den neuen Werken – auch misslungene Versuche sind gern gesehen, zwecks Erfahrungsaustausch.

Heute sammelt Frau Nahtzugabe alle links und das nächste Thema : "Schrift im/auf Textil "im Mai gibt es hier

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