textiler Uhrenfrühling

Manchmal überschlagen sich die Termine und man kann gar nicht so viele Dinge wahrnehmen wie man möchte, wenn man der Augengier verfallen ist.Optisches Genießen kann ungemein erfüllen. So habe ich in kurzer Zeit drei Ausstellungen besucht. "Textil und Kunst" in Wolfsburg ging jetzt zu Ende und suschna hatte bereits davon hier berichtet. Auf dieser Seite kann man einen sehr guten Artikel lesen, wie ich finde über die Stellung des Textilen in der Kunst.
Allein mal von  Japanarin Chiharu Shiota eine temporäre Installation zu sehen, war toll. Bisher kannte ich nur Abbildungen und Karten.  hier könnte ihr ganz viele Fotos ihrer Faden- und Kleidräume sehen. man berichtete uns, dass vier Leute diesen Liebesbotschaftentunnel aufgebaut hätten. Da hängt keines der vielen tausend Fäden durch. Da kommt man ins Grübeln. Die Facetten des Textilen sind einfach unüberschaubar und immer wieder überraschend. Es war ein Genuß sich auf jedes einzelne Objekt einzulassen und ich bin froh diese Schau gesehen zu haben. Die Ausstellung wird in etwas kleinerer Form nach Süddeutschland gehen und in Stuttgart hier gezeigt werden.



Einen Unterschied in den Besuchen ist das Fotografieren und das Schlangestehen. In Wolfsburg waren Fotos verboten, aber zum Frühling im Palais im Großen Graten ratterten ringsum die Auslöser wie wild.Obwohl auch dort handgemachte Kunst vertreten ist, denn die Blumen werden begleitet von Kalligrafien, teilweise in lesbarer Poesie, teilweise expressiv frei gestaltet
Zwei Frauen sind für verantwortlich M. Boley und Bea Bertold.
Für die Poesie im Palais muß man Muße fürs Anstehen mitbringen ( mal locker 80 m), da solch eine Ausstellung einen Verfallswert durch das Verblühen hat, ist sie nur 10 Tage und das ist natürlich superkurz.


Heute ist der letzte Tag.
Der dritte Besuch galt dem Uhrenmuseum in Glashütte, der Wiege der Uhrmacher. Eine Winterferienausflug.
Eine richtig toll konzipierte Ausstellung, die einem im digitalen Zeitalter sehr nah bringt welch Fertigkeiten und Wissen unsere Uhrahnen haben mußten bei der Anfertigung eines Zeitmessers.Und es wird einem schlagratig klar, welcher Wert eine Taschenuhr hatte, welche in alten Büchern und Filmen noch oft als Pfand eingesetzt wird. In Glashütte werden nach wie vor wenige Lehrlinge in der Kunst dieses Handwerks ausgebildet. Am Ort gibt es mehrere Firmen, die hochpreisige Einzelstücke fertigen, die Luxusgut, Sammel- und sicher auch Prestigobjekt sind.


eine beleuchtete Treppe im Museum

Uhren, die man aufziehen muß, welche, die eine Automatik besitzen , die sich durchs Bewegen am Handgelenk selber neu aufziehen und frei von Batterien sind, die ja meist ohne Ansage einfach zu arbeiten aufhören.
Das verhältnis zum Zeitmesser hat sich gewandelt Viele Leute tragen gar keine Uhr mehr und nutzen ihr Telefonino oder Laptop.

Und das nächste Leckerli lockt für texilafine Modeinteressierte.
In Hamburg zeigt man vom   28. Februar bis 18. Mai 2014 den " Mythos CHANEL" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg.

Kommentare:

suschna hat gesagt…

Vielen Dank für die schönen Bilder! Und auch für den Link zum Artikel über das Textile in der Kunst, über das Thema könnte ich mich ja ewig unterhalten.
Danke außerdem für die postalischen Durchbrucharbeiten!

Flottelotta Blau hat gesagt…

Wow...was für tolle Ausstellungen! Ins Palais wäre ich auch zu gern gegangen, aber die Zeit, die Zeit...sie fehlt an allen Ecken und Enden...LG Lotta.

mano hat gesagt…

die wob-ausstellung fand ich auch so toll und coco in hamburg möchte ich mir nicht entgehen lassen!
liebe grüße - und sehr schade, dass wir uns nicht getroffen haben!
liebe grüße, mano

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